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| 22:34 Uhr

Tino Chrupallas Verhältnis zu Medien
Diese Fragen beantwortetTino Chrupalla nicht

Weißwasser. Die RUNDSCHAU hatte angefragt, wie es zu einem Rundbrief an die Mitglieder gekommen war. Von Christian Köhler und Simone Wendler

Als der Rundbrief von Tino Chrupalla (AfD) in der vergangenen Woche von der Sächsischen Zeitung öffentlich gemacht wurde, hatte die RUNDSCHAU um eine Stellungnahme des Bundestagsabgeordenten gebeten. Folgende Fragen sind dem Abgeordneten gestellt worden:

Sind diese Äußerungen von Ihnen so verbreitet worden?

Kennt der Landesvorstand Sachsen der AfD diesen Rundbrief? Hat er ihn gebilligt?

Halten sie Begriffe wie „hässliche Fratze“ und den im Dritten Reich gebräuchlichen Begriff „Feindpropaganda“ für angemessen im Umgang mit politischen Gegnern und der Presse?

Wie vereinbaren sie als Bundestagsabgeordneter ihre Aufforderung zur Informationsblockade gegenüber einzelnen Journalisten mit der Pressefreiheit?

Wie vereinbaren sie damit ihre Aufforderung, „Hintergrundinformationen“ über unliebsame Journalisten zu sammeln?

Sie fordern ihre Mitglieder ausdrücklich auf, Äußerungen zu unterlassen, die ganze Menschengruppen verunglimpfen. Warum ist eine solche ausdrückliche Aufforderung in ihrem Kreisverband notwendig. Gab/gibt es dort solche Äußerungen?

Persönlich wollte Tino Chrupalla dazu keine Stellung beziehen. Über sein Abgeordnetenbüro im Bundestag ließ er lediglich Folgendes mitteilen:

„Vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit des Abgeordneten Tino Chrupalla. Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass Herr Chrupalla sich grundsätzlich nicht zu internen Kommunikationsvorgängen äußert.“