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| 18:30 Uhr

Umsiedlung in der Lausitz
Damit die Bauarbeiten für Mühlrose starten können

 Wo noch kein Durchkommen ist, soll die Baustraße angelegt werden, um in das künftige Baugebiet für Mühlrose zu kommen.
Wo noch kein Durchkommen ist, soll die Baustraße angelegt werden, um in das künftige Baugebiet für Mühlrose zu kommen. FOTO: Regina Weiß
Schleife. Der Gemeinderat Schleife stimmt dem Erschließungsvertrag für den Ansiedlungsstandort zu. Am 26. Juli ist symbolischer Start. Von Regina Weiß

Eine rot-weiße Absperrung und ein Maisfeld sind noch dort, wo ab dem Kreisverkehr Schleife (aus Richtung Graustein) die Baustraße samt Medienerschließung beginnen soll. Darüber hat Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos) den Gemeinderat informiert. Eigentlich sollte sich dieser bereits in der Sommerpause befinden, doch wegen dringender Termine hat es am Dienstagabend eine Sondersitzung gegeben. Einer der wichtigen Punkte auf der Tagesordnung: der Beschluss über den Erschließungsvertrag zum Ansiedlungsstandort Mühlrose. Schließlich soll die Erschließung am 1. August beginnen. Da sind die Räte trotz Urlaubszeit gefordert. Diese sagen bei einer Stimme Enthaltung mehrheitlich Ja zum Vertrag.

Das Papier regelt, dass die Erschließung des neuen Wohnstandortes für die Mühlroser im Auftrag der Leag durchgeführt wird und dass die Gemeinde Schleife die Anlagen später übernimmt. Neben den Straßen geht es um Trink- und Abwasserleitungen, die Regenentwässerung, Gasversorgung und Straßenbeleuchtung. Bis zum 31. Dezember 2024 sollen die Arbeiten beendet sein. Dann will die Leag auch die Umsiedlung von Mühlrose abgeschlossen haben. Von den rund 200 Einwohnern des Trebendorfer Ortsteils will ein Großteil an dem neuen Standort in Schleife ein neues Häuschen bauen.

Mario Klar (CDU) fragt an, ob das Thema Gemeindestraßen geregelt sei. Schließlich sollen die Baufahrzeuge diese so wenig wie möglich benutzen. Um eben zu vermeiden, dass die Lkw über den Groß-Dübener- und Lieskauer Weg fahren, wird besagte Baustraße am Ortseingang entstehen. Dies sei so im Protokoll festgehalten worden. „Ich hoffe, dass es so klappt und die Baufirmen so eingewiesen werden“, sagt Bork.

Als symbolischer Start für den Erschließungsbeginn ist der 26. Juli vorgesehen. „Dann wollen wir mit den Mühlroser Bürgern anstoßen“, kündigt Bork an. Von Schleifer Seite sind auch die Gemeinderäte eingeladen.

Seit dem 1. April ist der Mühlrosevertrag rechtsgültig. Er regelt die Umsiedlung der Einwohner. Am Standort in Schleife sind 38 Bauparzellen sowie ein Standort für Mietwohnungsbau vorgesehen.

 Wo noch kein Durchkommen ist, soll die Baustraße angelegt werden, um in das künftige Baugebiet für Mühlrose zu kommen.
Wo noch kein Durchkommen ist, soll die Baustraße angelegt werden, um in das künftige Baugebiet für Mühlrose zu kommen. FOTO: Regina Weiß