ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:59 Uhr

Polizei
Da möchte man nicht am Ende eines Staus stehen

Der Prüfstand ist die Endstation für diesen Sattelzug gewesen. Die Bremsanlage des Scania und des  Aufliegers brachten weniger als vier Prozent Bremsleistung auf den Prüfstand.
Der Prüfstand ist die Endstation für diesen Sattelzug gewesen. Die Bremsanlage des Scania und des Aufliegers brachten weniger als vier Prozent Bremsleistung auf den Prüfstand. FOTO: Polizei
Weißenberg. Die Autobahnpolizei bescheinigt einem Sattelzug auf der A 4 einen lebensgefährlich schlechten technischen Zustand.

Eine Streife der Autobahnpolizei hat am Donnerstagmittag auf der BAB 4 bei Weißenberg (Landkreis Bautzen) einen Sattelzug mit lebensgefährlich schlechtem technischen Zustand aus dem Verkehr genommen. „Der mit rund 22 Tonnen Kiefernstämmen voll beladene Laster konnte kaum mehr bremsen“, erklärt Polizeisprecher Thomas Knaup. „Die Bremsanlage des Scania und des in die Jahre gekommenen Aufliegers brachte sage und schreibe weniger als vier Prozent Bremsleistung auf den Prüfstand.“ Zudem waren einige tragende Elemente aufgrund der fortwährenden Belastung und schlechten Wartung durchgerissen. Auch die Federung war defekt.

Das Ergebnis war klar: Ein technischer Sachverständiger stufte das Gespann als verkehrsunsicher ein. Die Verkehrspolizisten untersagten dem 52-jährigen Fahrer die Weiterreise. Damit der Lkw in dem Zustand erst gar nicht mehr auf die Straße kommt, schraubten die Beamten die Kennzeichentafeln ab und behielten sie mitsamt der Zulassungsbescheinigung. Nicht nur der Fernfahrer, sondern auch der Besitzer des Lasters werden Post von der Bußgeldstelle der Landesdirektion erhalten – verbunden mit einem saftigen Bußgeld im dreistelligen Bereich, so Knaup, der kommentiert: „Da möchte man nicht am Stauende stehen, wenn so ein Seelenverkäufer von hinten angefahren kommt ...“

(red/dh)