Sachsens Kultusministerium hat für öffentliche Schulen ab Montag, 16. März, unterrichtsfreie Zeit angeordnet. Die Anordnung gilt bis auf Weiteres. In den Landkreisen Görlitz und Bautzen sind davon rund 57.400 Schülerinnen und Schüler aller Schularten betroffen. Das teilt Jens Drummer, Pressereferent im Landesamt für Schule und Bildung in Bautzen, auf Nachfrage mit.

Verpassen die Kinder da nicht zu viel Stoff, werden seitdem erste Fragen besorgter Eltern laut. Auch dazu nimmt Jens Drummer Stellung: „In Sachsen werden nächste Woche keine Schulen geschlossen, es wurde nur die Schulpflicht ausgesetzt. Kinder können in die Schule gehen, es wird allerdings keinen Unterricht geben. Wir gehen davon aus, dass viele Kinder zu Hause bleiben werden. Diese Zeit ist jedoch keine Ferienzeit, sonder es handelt sich um Lernzeit. Die Schulen regeln individuell, wie die Schüler die Aufgaben für diese Zeit erhalten.“

Schüler sollen zuhause selbstständig lernen

Die Schüler seien angehalten, in dieser Zeit selbstständig zu Hause diese Lernaufgaben zu erfüllen. Der Lehrplan sieht des Weiteren einen sehr breiten Freiraum von rund sechs bis acht Wochen vor. „Die Schüler werden alles Wissen, welches für die jeweiligen Abschlüsse erforderlich ist, erhalten“, so Jens Drummer weiter.

Die Prüfungen an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sind nach derzeitigem Stand nicht in Gefahr. Die ersten Prüfungen beginnen erst nach Ostern. Der Startschuss fürs Abitur erfolgt am 22. April.

Eine Entscheidung, ab wann Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett geschlossen werden, wird im Laufe der kommenden Woche getroffen, teilt die Sächsische Staatskanzlei mit. Parallel werde eine Notbetreuung aufgebaut.

Cottbus