Im Altenpflegeheim Martin-von-Tours-Haus im Krauschwitzer Ortsteil Klein Priebus gibt es zwei bestätigte Fälle von Covid-19. Das bestätigt nun Doreen Lorenz, Sprecherin der Diakonie St. Martin. Das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz hat am Dienstag die Einrichtung im Neißedorf unter Quarantäne gestellt.

Insgesamt sind von der Quarantäne 23 Bewohner und 20 Mitarbeiter betroffen, die sich derzeit in der Einrichtung aufhalten. Um die pflegerische und betreuerische Versorgung der Bewohner weiter zu gewährleisten, gibt es im Rahmen der angeordneten Quarantäne für das Pflegepersonal eine Sonderregelung, die auf eine Empfehlung des Robert-Koch-Institutes zurückgeht. Diese sieht vor, dass sich das Pflegepersonal sowohl im häuslichen Umfeld als auch in der Pflegeeinrichtung aufhalten darf und somit der Dienstbetrieb weiterhin gewährleistet werden kann.

Cottbus

In der Einrichtung gelten ab sofort erhöhte Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bewohner sowie für das Pflegepersonal. „Die Pflegkräfte tragen FFP2-Masken, das Haus darf nur noch mit Mundschutz betreten werden“, erklärt Doreen Lorenz. Die Einrichtung ist für Besuche geschlossen. In enger Abstimmung „und sehr guter Koordination mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz“ seien bereits weitere Tests der Kontaktpersonen erfolgt, heißt von der Diakonie.

Kein Kontakt mehr zu Familienangehörigen für die Senioren

Um die Pflege und Betreuung der Bewohner sicherzustellen, arbeiten die Mitarbeiter, solange sie symptomfrei sind. Kontakt zu ihren Familienmitgliedern dürften sie vorerst nicht haben.

Seit Montag ist in allen acht Altenpflegeheimen der Diakonie St. Martin das Tragen eines Mundschutzes Pflicht. Da die Versorgung mit Schutzmaterialien im nicht-klinischen Pflegebereich nahezu nicht möglich ist, näht die Diakonie St. Martin an unterschiedlichen Standorten der Stiftung Mundschutz nach eigens angefertigten Schablonen selbst, teilt sie weiter mit. Insgesamt gibt es in der Diakonie St. Martin in Ostsachsen im Bereich der stationären Altenhilfe 511 Plätze.

Keine Gefahr für die Ortschaft Klein Priebus

Mit der verschärften Allgemeinverfügung ist der Besuch des Pflegeheimes in Klein Priebus komplett untersagt. „Somit dürfen alle, die nicht Mitarbeitende oder notwendiges medizinisches Personal sind, das Haus nicht mehr betreten. Ein Kontakt zu den Bewohnern des Ortes Klein Priebus ist somit unmöglich“, sagt Doreen Lorenz. Da es sich bei der Krankheit Covid-19 um eine Tröpfcheninfektion handelt, gehe man nicht davon aus, dass von dem Pflegeheim eine Gefahr für den Ort ausgeht, „da die Kontaktsperre von allen Seiten eingehalten werden muss“, betont die Diakonie-Sprecherin.

Wie es das Virus in die Einrichtung geschafft hat, das kann derzeit weder der Landkreis noch die Diakonie beantworten. „Unsere Mitarbeitenden sind täglich für über 3000 Menschen da, die wir begleiten, betreuen und pflegen. Das ist in diesen Zeiten nicht einfach, aber wir stehen zu unserem Versprechen: Miteinander! Sie sind unsere ganz persönlichen Alltags-Helden. Dankeschön“, sagt Doreen Lorenz.

Aktuell sind in Krauschwitz fünf bestätigte Covid-19 Fälle bestätigt. Eine Person muss im Krankenhaus behandelt werden, so das Gesundheitsamt.

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