So schnell können sich Bilder ändern: Wo am Samstag noch Autoschlangen gestanden haben, herrscht am Montag Leere. Die vier „abgeschlossenen“ Brücken in der Parkstadt sind das äußere Zeichen für deutliche Veränderungen im öffentlichen Leben.

Das wird sich fortsetzen, nachdem der Freistaat Sachsen am Montagnachmittag beschlossen hat, dass Schulen, Kitas und Kindertagesbetreuung geschlossen werden. Bad Muskaus Bürgermeister Thomas Krahl (CDU) hat am Montag mit diesem Schritt gerechnet, wie er der Rundschau am Telefon sagt. In Schule, Hort und Kita laufen die Vorbereitungen auf Notfallpläne, um die Betreuung der Kinder abzusichern, wo beide Elternteile für ihre Arbeitgeber unabkömmlich sind. Diese Bescheinigung muss vorgelegt werden.

Zugang im Rathaus Bad Muskau eingeschränkt

In einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates sowie als Aushang am Rathaus und als Information auf der Internetseite Bad Muskaus kündigt der Stadtchef an, dass das Rathaus auf den Notfallbetrieb „umschaltet“. Das betrifft vor allem die öffentliche Zugänglichkeit. So ist vorgesehen, dass im Bereich Standesamt, Friedhof und Einwohnermeldeamt vor dem Gang in die Stadtverwaltung ein Termin vereinbart werden muss. „Wir sehen diese Maßnahme zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes der Stadtverwaltung, aber auch zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als zwingend erforderlich an“, kündigt Krahl auf der Stadtseite an. Außerdem wird auf E-Mail und Telefon verwiesen.

Cottbus

Die Sporthalle ist ab sofort für alle Veranstaltungen und den Trainingsbetrieb geschlossen. Zudem ergeht der Hinweis an alle, dass möglichst auch kleinere Veranstaltungen verschoben werden sollen. Touristinformation und Bibliothek werden am Mittwoch geschlossen.

Ebenfalls eingestellt ist der Übungs- und Dienstbetrieb der Feuerwehren. Die Einsatzbereitschaft müssen dennoch weiterhin gesichert sein.

Keine Stadtratssitzung in Bad Muskau im März

Die für den 25. März angekündigte Stadtratssitzung sowie die Ausschusssitzungen Anfang April fallen ersatzlos aus. Dass auch deshalb, um den Begegnungsverkehr einzuschränken und die Brücke der Übertragung des Virus zu unterbrechen. Mit Blick auf den Ratssaal muss sich Thomas Krahl eingestehen, dass der vorgegeben Abstand gar nicht einzuhalten sei. „Ich kann ja niemand auf den Flur setzen“, sagt er. Hinzu komme, dass die geplanten Beschlüsse und Diskussionen zu einem späteren Zeitpunkt auch noch zurecht kommen werden. „Uns brennt da nichts an. Jetzt geht es um die Gesundheit.

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