Das Freibad im Freizeitzentrum Skerbersdorf wird in dieser Saison kein Anlaufpunkt für Wasserratten sein. Es wird nicht für den Badebetrieb geöffnet. „Ich bedaure das sehr, aber so hat die Mehrheit des Vereins entschieden“, so der Krauschwitzer Bürgermeister Tristan Mühl (Freie Wähler), der selbst Mitglied ist. Die Entscheidung des Trägervereins hat er in der jüngsten Ratssitzung in Krauschwitz bekannt gegeben.
Auslöser für die Entscheidung sind die Auflagen, die für die Einhaltung der Corona-Einschränkungen umgesetzt werden müssen. Vier kritische Punkte, so Mühl hätte es dabei mit Blick auf das Bad in Skerbersdorf in der Abstimmung mit dem Landkreis gegeben.
Vor allem die Aufsichtspflicht wurde schließlich zum Problem. Maximal 50 Personen hätten das Bad gleichzeitig besuchen können. Doch wer hätte das kontrollieren sollen, so Mühl, wenn Personal maximal am Wochenende eingesetzt werden kann. Schließlich sei dem Verein das Risiko zu hoch gewesen. Denn im Fall eines Falles kann es beim Verstoß gegen die Auflagen um viel Geld gehen.
Dieses sowie Arbeitskraft steckt der Verein lieber in den Ausbau seiner neuen Veranstaltungsscheune. Dort laufe derzeit der Innenausbau. „Ich denke, wir sind Mitte August fertig“, so Mühl. Der Bau wird über das Leader-Programm gefördert.
Auch wenn im Bad nicht gebadet werden kann, bleibe das Wasser im Becken, so Mühl. Schließlich sei das Bad auch eine Wasserentnahmestelle. Deshalb musste auch eine neue Feuerwehrzufahrt gebaut werden.