Die Vorfreude bei Ina und Jürgen Roeder, den beiden Inhabern der „Friedenseiche“ im Alten Dorf von Weißwasser ist groß. Ab Freitag dürfen die Weißwasseraner ihren Biergarten und die daneben befindliche Gaststätte wieder für ihr Gäste öffnen. Natürlich müssen entsprechende Auflagen eingehalten werden. „Bei uns müssen die Gäste vorbestellen“, sagt Jürgen Roeder.
Wie die Sächsische Landesregierung beschlossen hat, dürfen ab Freitag auch wieder Hotels öffnen. Gleichzeitig müssen die hygienischen Anforderungen aufgrund der Corona-Pandemie überall berücksichtigt werden, heißt es aus Dresden. Danach müssen unter anderem ein Hygienekonzept für jedes Unternehmen erstellt werden, Tische 1,5 Meter voneinander entfernt stehen, Mitarbeiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Desinfektionsständer aufgestellt werden.

Dehoga: Auflagen in Sachsen sind umsetzbar

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von einem „historischen Tag für Sachsen“. Man habe die bundesweit weitestgehenden Lockerungen in der Corona-Pandemie beschlossen. Die Bürger hätte gemeinsam harte Wochen durchlebt. Da das Infektionsgeschehen in Sachsen auf einem niedrigen Niveau geblieben sei, gebe es nun eine Grundlage für Lockerungen und Erleichterungen. „Aus Mut darf kein Leichtsinn werden“, appelliert Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) an die Vernunft der Hotel- und Gastronomiegäste „Es liegt weiterhin an uns allen, dass wir mit dem Vertrauensvorschuss vernünftig umgehen. Denn wer jetzt leichtsinnig diese Lockerung aufs Spiel setzt, der gefährdet damit wiederum alle.“
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Sachsen hat die Auflagen für die Wiedereröffnung von Gastgewerbebetrieben im Freistaat als „umsetzbar“ bewertet. Es gebe viel kompliziertere Lösungen in anderen Bundesländern, sagt Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Dehoga in Sachsen. „Man müssen in der Gastronomie ohnehin schon Hygienestandards einhalten“, betont er.
Öffnen können in Sachsen künftig Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte, Opernhäusern sofern ein von der kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt, informiert die Landesregierung.
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