Landrat Bernd Lange (CDU) hofft, dass sich die Corona-Lage im Landkreis Görlitz langsam stabilisiert und die Zahlen möglicherweise auch weiter nach unten gehen. „Doch Entwarnung können wir noch nicht rufen“, schickt der Politiker gleich hinterher.
Nach der Tagung des Stabes für besondere Ereignisse, die am Dienstag im Kreishaus stattgefunden hat, folgt die erste Pressekonferenz 2021 zur Corona-Lage im Kreis. Wieder als Videoschalte. „Das machen wir ja jetzt üblicherweise so“, spielt Lange auf Veränderungen an, die in Folge von Corona auch Einzug gehalten haben.
Aktuell sind am Dienstag im Landkreis Görlitz 124 neue Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um 123 Erwachsene und ein Kind. Derzeit sind 3011 Personen infiziert.
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt damit laut Kreisverwaltung 436,44 je 100 000 Einwohner. Am 10. Dezember hatte dieser Wert bei 600 gelegen.
222 Menschen werden derzeit stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt. 23 davon liegen auf der ITS. Im Vergleich dazu die Zahl von ganz Sachsen: 2822 Patienten und 542 auf der Intensivstation.

Dresden

Wie der Landrat weiter informiert, sind der Verwaltung weitere elf Todesfälle für den Zeitraum vom 16. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021 gemeldet worden. Das Alter der Verstorbenen reicht von 53 bis 95 Jahren. Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen, erhöht sich damit auf 577.
Auf die Frage, wie verlässlich die derzeitigen Meldungen sind, auch gerade im Hinblick auf die vergangenen Feiertage, geht Lange davon aus, dass die tagesaktuellen Zahlen Bestand haben und kaum noch Nachmeldungen reinlaufen. Schließlich arbeite man mehr als eine Woche jetzt wieder ohne eine Feiertagspause.
Mit Blick auf das Thema Impfen hält Bernd Lange mit seiner Kritik nicht hinterm Berg. Die Kreisverwaltung als zentraler Punkt vor Ort fühlt sich von Dresden viel zu wenig in das Thema eingebunden.
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