Rund 1920 Beschäftigte aus dem Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen im Kreis Görlitz haben keinen oder keinen vollständigen Nachweis zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht vorgelegt. Das geht aus Zahlen hervor, die zwölf der 13 sächsischen Gesundheitsämter mit Stand Ende April an das Sozialministerium übermittelten, wie das Ministerium nun informiert. Sachsenweit handelt es such um mehr als 23.600 Beschäftigte.
Gut die Hälfte davon wurden durch die Gesundheitsämter zum Vorlegen der Nachweise aufgefordert. Es sei aber bislang kein Betretungs- oder Tätigkeitsverbot ausgesprochen worden, hieß es. Zudem wurde auch noch kein Bußgeld gegen einen Beschäftigten oder eine Einrichtung verhängt.

Dresden meldet die meisten Fälle

Die meisten Fälle meldete die Stadt Dresden (4863), gefolgt vom Landkreis Bautzen (3498), der Stadt Chemnitz (3010) sowie der Stadt Leipzig (2507). Es folgen die Landkreise Zwickau (2342), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (2251), Meißen (1500) sowie der Vogtlandkreis (941), der Erzgebirgskreis (440) und der Landkreis Leipzig (353). Die Angaben für den Landkreis Mittelsachsen sind laut Ministerium noch unvollständig, der Landkreis Nordsachsen hat bisher noch gar nicht gemeldet.
In Sachsen hatten mehrere Landkreise ihren Unmut gegen das Gesetz zur Impfpflicht geäußert. Einerseits nämlich sei der Aufwand für die ohnehin in den vergangenen Jahren stark geforderten Gesundheitsämter enorm. Das bestätigt der Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU) mehrfach. Andererseits gelte das Gesetz nach jetziger Beschlusslage bis Ende diesen Jahres. Gut möglich also, dass der ganze Aufwand umsonst ist, sollte die Pandemie im Herbst nicht in der Heftigkeit zurück in das Gesundheitssystem schlagen, wie mehrfach von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgetragen.
Erste Bescheide sollen im Kreis Görlitz nun im Mai an die Mitarbeiter versandt werden.