Am Mittwoch meldet der Landkreis Görlitz 111 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Darunter 14 neue Fälle in Gablenz, sechs in Bad Muskau, fünf in Schleife und zwei in Rietschen. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um 95 Erwachsene und 16 Kinder. Derzeit befinden sich 455 Personen mit positivem PCR-Test in häuslicher Quarantäne.
Weiterhin wurden unter bereits bekannt gewordenen positiven Fällen, sieben Coronavirus-Mutationen gemeldet. Bei ihnen wurde die britische Variante bestätigt. Im Landkreis Görlitz sind bislang 111 Fälle dieser Virusmutation nachgewiesen worden, 65 davon sind aktuell noch aktiv und stehen unter Quarantäne. Die durch den Landkreis ermittelte 7-Tage-Inzidenz beträgt 136,51 je 100.000 Einwohner. Laut Robert-Koch-Institut steht die Zahl bei 97,3, sodass weiterhin nicht über Schließungspläne geredet werden muss. Der Landkreis zählt somit ab Donnerstag wieder die Tage mit einer möglichen Inzidenz über 100.

Corona-Todesfälle im Landkreis Görlitz nachgemeldet

78 Menschen werden aktuell stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 14 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Auch am Dienstag und Mittwoch sind dem Landkreis Görlitz weitere Todesfälle nachgemeldet worden, die in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen. Es handelt sich dabei um sieben Frauen und Männer im Alter von 70 bis 93 Jahren. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der mit oder an Corona Verstorbenen im Landkreis Görlitz auf 985.
Derweil sieht Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Lockerungen seit dem 8. März kritisch. Gleichzeitig will er aber nicht sofort wieder alles zurückdrehen, sagte er in einer Videorunde mit Lokalpolitikern im Erzgebirge. Die Inzidenz der Neuinfektionen sei nicht der alleinige Maßstab, man müsse sie auch im den Kontext der Krankenhausbelegung setzen, erklärte der CDU-Politiker. Zumindest damit ist er auf einer Wellenlänge mit seinem Parteifreund Landrat Bernd Lange.