Nach verhältnismäßig wenig neuen, registrierten Corona-Ansteckungen im Kreis Görlitz über das Wochenende ist die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag wieder deutlich angestiegen. 202 neue Fälle meldet das Gesundheitsamt – 196 Erwachsene und sechs Kinder sind neu mit dem Corona-Virus infiziert. Demzufolge ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis auch wieder gestiegen – von 369 auf 372 Infektionen je 100.000 Einwohner. In harten Zahlen sind derzeit 4152 Personen infektiös. Seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 gelten 6905 Personen bis zum heutigen Zeitpunkt als genesen – 80 davon sind am Dienstag hinzugekommen.

Weitere Corona-Tote im Landkreis Görlitz

Nach dem Anstieg der neu aufgenommenen Patienten in den Kliniken sind nunmehr auch wieder Todesfälle zu beklagen. Elf Menschen im Alter von 56 bis 92 Jahren sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle im Landkreis Görlitz, die in Verbindung mit Corona stehen, auf insgesamt 476. Demgegenüber benötigen zwischen Weißwasser und Zittau 273 Menschen eine stationäre Betreuung in den Krankenhäusern, 22 davon erhalten eine intensivmedizinische Betreuung.

Schleppender Impfstart in Sachsen

Schleppend dagegen verlaufen die Impfungen im Freistaat. Sachsen hat bisher 68.250 Impfdosen in drei Lieferungen bekommen – die nächste ist für den Freitag, 8. Januar geplant, hieß es vom zuständigen Sozialministerium. Bislang haben 4866 Menschen eine Spritze gegen das Coronavirus erhalten. Knapp 30.000 Dosen können noch in dieser Woche verabreicht werden. Die Hälfte der Impfdosen wird zurückgehalten, um die nötige zweite Impfung abzusichern. Am Montag ist zudem mit dem Impfen des medizinischen Personals am Städtischen Klinikum in Dresden begonnen worden, wie das Krankenhaus mitteilt.
Die 13 Impfzentren in Sachsen – im Kreis Görlitz ist es in der Messehalle in Löbau – sollen ihre Arbeit frühestens Mitte Januar aufnehmen. Ein früherer Start sei nicht möglich, da zu wenig Impfstoff bislang im Freistaat vorhanden sei, heißt es aus Dresden.