Während viele händeringend nach einem Impftermin im Kreis Görlitz suchen, sind andere gegen die Spritze, die vor dem Corona-Virus schützen soll. „Es ist mir egal, wer die Protest-Spaziergänge in Weißwasser organisiert, ich lehne die Impfpflicht gerade für die Kinder ab“, sagt ein Leser. Seinen Namen will er nicht nennen, fühlt sich durch Medienberichte mit seiner Meinung in die „rechte Ecke“ gedrängt. Dabei gehe es nicht gegen Ausländer, sondern gegen eine allgemeine Impfpflicht, betont auch ein zweiter Anrufer.
In Weißwasser ist derweil seit Mittwoch die Zahl der Toten nach einer Corona-Virus-Infektion um die Zahl drei gestiegen. Damit sind inzwischen 85 Menschen nach einer Ansteckung verstorben. Damit steigt die Zahl der Toten innerhalb von nur zehn Tagen Anfang Dezember auf acht. Auch Boxberg meldet einen weiteren Todesfall. Hier sind es 33 Verstorbene. Den Höchststand an Todesfällen vermeldet Görlitz mit 235 – das sind mehr als aktuell Skerberdorf Einwohner hat. Kreisweit steigt die Todeszahl um weitere sechs auf 1319. Es handelt sich um Männer und Frauen im Alter von 56 bis 90 Jahren. Nachgewiesenermaßen sind sie nicht an einer Impfung gestorben.

Zehn neue Patienten in den Kliniken des Kreises

Zehn weitere Personen müssen seit Mittwoch wegen ihrer Erkrankung in einem Krankenhaus behandelt werden. Inzwischen sind es nach mehreren Todesfällen, aber eben auch Entlassungen, wieder 189 Covid-19-Patienten in den sechs Kliniken des Kreises. 25 davon sind laut Gesundheitsamt auf der Intensivstation, 20 davon sind ungeimpft und wiederum elf müssen beatmet werden. Die Altersspanne der Intensivpatienten liegt zwischen 21 und 80 Jahren.
Am Mittwoch sind dem Gesundheitsamt 580 neue Corona-Fälle bekannt geworden – 484 Erwachsene und 96 Kinder. Derzeit befinden sich 3565 Personen mit positivem PCR-Test kreisweit in häuslicher Quarantäne. In Weißwasser sind es 189 – 35 davon sind innerhalb eines Tages hinzugekommen. Allein in Schulen sind aktuell 808 positive Fälle gemeldet. Hinzu kommen 203 an Kitas. 367 enge Kontaktpersonen aus den Gemeindschafsteinrichtungen sind derzeit in Isolation zu Hause.