Donnerstag ist der neue Tag eins mit einer Inzidenz von über 100 im Landkreis Görlitz. Auch wenn Zahl der Neuinfektion innerhalb von sieben Tagen und 100.000 Einwohnern für Landrat Bernd Lange (CDU) nicht der alleinige Maßstab sein kann, ist er es doch bei der sächsischen Corona-Verordnung.
Das Robert-Koch-Institut meldet für den Donnerstag eine Inzidenz von 121. Die von der Kreisverwaltung selbst errechnete liegt am gleichen Tag bei 142,5.
Dahinter stehen 68 neue Fälle mit dem Corona-Virus, teilt die Pressestelle der Kreisverwaltung mit. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um 57 Erwachsene und 11 Kinder unter anderem aus Weißwasser, Weißkeißel, Trebendorf und Rietschen. Weiterhin wurden, unter bereits bekannt gewordenen positiven Fällen, neun Coronavirus-Mutationen gemeldet. In allen Fällen ist es die britische Variante. Im Landkreis Görlitz sind bislang 120 Fälle dieser Virusmutation nachgewiesen worden, 58 davon sind aktuell noch aktiv und stehen unter Quarantäne. Derzeit befinden sich 463 Personen mit positivem PCR-Test in häuslicher Quarantäne.
76 Menschen werden aktuell stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 13 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Das sind zwei Fälle weniger als am Mittwoch.

Schleife

30 Coronafälle an Schulen und Kitas

Das Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas lässt nicht nach. Nach Kreisangaben sind gegenwärtig 18 Schulen und 16 Kindertageseinrichtungen und Horte betroffen. Das betrifft Einrichtungen, die über das gesamte Kreisgebiet verteilt sind, untere anderem in Bad Muskau, Gablenz, Görlitz, Groß Düben, Kodersdorf, Neißeaue, Weißwasser, Großschönau und Zittau. In den betroffenen Schulen sind 30 positive Fälle (davon neun Mutationen) festgestellt worden, in den Kitas und Horten 45 (davon zehn Mutationen). Im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen in den Gemeinschaftseinrichtungen befinden sich derzeit 448 Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne.