Langsam und nach und nach sinkt die Zahl der Ansteckungen mit dem Corona-Virus im Kreis Görlitz. Das legen zumindest die Zahlen des Gesundheitsamtes in dieser Woche nahe. Am Freitag sind kreisweit 35 Neuinfektionen bekannt geworden. Insgesamt sind derzeit sind 2023 Personen infiziert – vor einigen Wochen waren es noch knapp 5000. Das hat wiederum Auswirkungen auf die Sieben-Tage-Inzidenz. Diese beträgt am Freitag 259 je 100.000 Einwohner.
Inzwischen sinkt auch die Zahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken. Derzeit sind es 196, die stationär behandelt werden. 26 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Während immer mehr Menschen wieder als genesen gelten, sind allerdings weiterhin die gemeldeten Todeszahlen hoch. Am Freitag sind dem Gesundheitsamt weitere 21 Todesfälle für den Zeitraum vom 26. Dezember bis 12. Januar gemeldet worden – zwei davon stammen aus Weißwasser, einer aus Bad Muskau. Das Alter der Verstorbenen liegt zwischen 74 und 99 Jahren. Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen, erhöht sich damit auf 657 – im benachbarten Kreis Bautzen sind es 409. Insgesamt sind 4794 Menschen bislang in Sachsen mit oder an dem Coronavirus gestorben, 211 Sterbefälle kamen innerhalb von 24 Stunden hinzu.

Hohe Sterblichkeit in Sachsen

Seit Mitte Dezember sind laut Statistischem Bundesamt generell in Deutschland überdurchschnittlich viele Menschen gestorben. Insgesamt sind es rund 4500 mehr (oder 24 Prozent mehr), als im Durchschnitt seit 2016 im Vergleichszeitraum starben, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Vor allem in Sachsen entwickelten sich die Sterbefallzahlen auffällig, so das Statistikamt. Hier nehme die Differenz zum Durchschnitt der vier Vorjahre seit Oktober wöchentlich zu.
Bei den Impfungen pro 1000 Einwohner liegt Sachsen im bundesweiten Vergleich im hinteren Bereich. Hier sind laut Robert Koch-Institut (RKI) 34.588 Menschen geimpft, darunter 6667 Pflegeheimbewohner und gut 2500 andere Personen über 80 Jahren.