Der Wert der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche hat in Sachsen die Marke von 200 überschritten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen 203,6 nach 193,4 am Sonntag. Nur Thüringen liegt am Montag mit einer Inzidenz von 228,5 noch vor Sachsen. Der Kreis Görlitz meldet am Montag vier neue Ansteckungen mit dem Virus – bei drei Erwachsenen und einem Kind. Dadurch steigt die Inzidenz nicht weiter, sondern pegelt sich bei 198 ein. 112 positiv Getestete müssen derzeit in Kliniken behandelt werden, 23 davon liegen auf einer Intensivstation.

Unterricht beginnt in Sachsen mit Corona-Tests

Für Sachsens Schüler hat am Montag der Unterricht nach den Ferien mit verschärften Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus begonnen. Schüler weiterführender Schulen müssen sich, wie auch das Personal, zwei Mal wöchentlich testen lassen. Ab Klasse 5 gilt im Unterricht zudem eine Maskenpflicht. Die Pflicht zum Schulbesuch fällt hingegen weg. In Schleife sind unterdessen am Montagmorgen die Schüler mit Transparenten am deutsch-sorbischen Schulkomplex empfangen worden. Darauf hatten sich Unbekannte gegen eine Testpflicht an Schulen ausgesprochen. Die Selbsttests, den Schüler durchführen, müssen nicht in den tiefen Rachenraum geführt werden.
Vereinzelt hätten Eltern zum Schulstart in Sachsen gegen die Selbsttests und Maskenpflicht protestiert. Dabei sei es auch zu „verbalen Übergriffen“ gekommen, so ein Sprecher des Kultusministeriums. Die Situation zu meistern, sei für Schulleitungen und Lehrkräfte nicht immer einfach.

Sachsens Kultusminister kritisiert einheitliche Corona-Pläne des Bundes

Derweil macht der Bund Druck auf eine bundeseinheitliche Regelung. Schulschließungen sollen danach ab einer Inzidenz von 100 kommen. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hat das kritisiert. „Das Vorgehen des Bundes ist höchstfragwürdig. Zum einen ist die Bildungshoheit der Länder in Gefahr. Zum anderen ist die reine Fixierung auf die Inzidenzwerte falsch“, hatte der CDU-Politiker gesagt. Er plädierte dafür, auch die Auslastung bei den Krankenhausbetten einzubeziehen. Sachsen will bei 1300 Covid-Patienten auf den Normalstationen in den Krankenhäusern wieder schärfere Maßnahmen ergreifen. Am Sonntag waren es 1061 Patienten.
Beschlossen ist vonseiten des Bundes bislang aber noch nichts.
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