Am Donnerstag sind dem Gesundheitsamt in Görlitz eigenen Angaben zufolge weitere 134 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet worden.
Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um 131 Erwachsene und drei Kinder. Aktuell sind damit 2365 Personen infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 310 je 100 000 Einwohner.

Über 600 Todesfälle im Kreis Görlitz

Darüber hinaus wurden dem Gesundheitsamt weitere 30 Todesfälle für den Zeitraum vom 19. Dezember bis 9. Januar gemeldet, jeweils einer davon aus Weißwasser und Schleife. Das Alter der Verstorbenen liegt zwischen 58 und 93 Jahren.
Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen, erhöht sich damit auf 636. In Weißwasser erhöht sich die Zahl der Todesfälle nach einer Ansteckung auf 31, aus Boxberg werden 23 gemeldet. In Bad Muskau sind es 14, in Krauschwitz 13, in Rietschen fünf, Schleife vier, Weißkeißel drei, in Trebendorf zwei und Groß Düben jeweils zwei und in Gablenz ein Verstorbener.

Kritik an Landesregierung – nun kommt ein Koordinator

Unterdessen steht Sachsens Corona-Impfstrategie weiter in der Kritik. Politiker und das beauftragte DRK berufen sich auf den fehlenden Impfstoff. Doch es mangelt offenbar auch an Absprachen.

Dresden

So haben etwa Linke die Kommunikation der Landesregierung in der Corona-Krise kritisiert. Die Pandemie erzeuge schon genug Unsicherheit, erklärt Parteichefin Susanne Schaper in Dresden: „Die Landesregierung wäre gut beraten, nicht jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf zu treiben. Statt laut zu denken und jeden Tag neue Vorschläge zu präsentieren, ist stilles und effektives Arbeiten geboten.“
Zunächst hatte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) erklärt, man denke über eine FFP-2-Maskenpflicht im Einzelhandel und Nahverkehr nach. Einen Tag später hieß es, diese komme vorerst nicht.
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Hintergründe zum Coronavirus in der Lausitz finden Sie in diesem Dossier.
Ein Krisenmanager soll es nun richten. Wie das Sozialministerium informiert, übernimmt die Aufgabe des Corona-Koordinators in Sachsen Axel Meyer. Er soll nun die Stabsstelle Corona der Regierung leiten. Dabei soll er sich vor allem um die Koordinierung aller Corona-Themen zwischen den Ministerien kümmern.