Die Beschäftigten der kommunalen Krankenhäuser des Landkreises Görlitz erhalten mit der Auszahlung der Dezembergehälter 2020 eine steuer- und sozialversicherungsfreie Corona-Prämie – finanziert aus den Eigenmitteln und mit Zustimmung der zuständigen Aufsichtsräte. Das teilt am Freitag Jana-Cordelia Petzold, Referentin für Sozialmarketing des Managementgesellschaft Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz mbH, mit.
Die Bundesregierung hatte in diesem Jahr aufgrund der angespannten Pflegeverhältnisse durch die Corona-Pandemie mit dem sogenannten Krankenhauszukunftsgesetz die Grundlage für eine staatlich finanzierte Prämienzahlung an Krankenhäuser festgelegt.
Die dort getroffenen Anforderungen werden jedoch in den Krankenhäusern Weißwasser, Zittau oder Ebersbach-Neugersdorf nicht erfüllt, da im Gesetz als Grundlage für die staatliche Prämienzahlung der Pflegezeitraum Januar bis Mai mit Mindestzahlen an behandelten Covid-19-Patienten angesetzt wurde.

Bad Muskau/Groß Düben

Prämie aus Eigenmitteln

Deshalb habe die Geschäftsführung bei den zuständigen Aufsichtsräten die Zahlung einer eigenen Prämie für die Mitarbeiter aus Eigenmitteln beantragt, dem diese auch gefolgt sind. Zugleich wurde festgelegt, dass der Verteilungsmodus mit dem Betriebsrat zu vereinbaren ist.
Nun wird den medizinischen Pflegekräften im Kreiskrankenhaus Weißwasser ebenso wie im Klinikum Oberlausitzer Bergland mit den beiden Standorten in Zittau und Ebersbach-Neugersdorf mit dem Dezembergehalt dieses Geld ausgezahlt. Nach Rundschau-Informationen soll es sich dabei um insgesamt 340.000 Euro handeln.

Besonderer Dank

„Wir freuen uns, dass dies möglich wird und wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseren besonderen Dank und die Anerkennung für die geleistete Arbeit aussprechen können. Unsere Mitarbeiter sollen ebenfalls in den Genuss einer solchen Prämienzahlung kommen“, sagte Klinik-Geschäftsführer Steffen Thiele.
Andreas Grahlemann, kaufmännischer Geschäftsführer der Krankenhäuser, weist dabei besonders darauf hin, dass „die Zahlungen – hier aus den Eigenmitteln finanziert – in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgen und aus den Unternehmen selbst erbracht werden. Für die kleinen kommunalen Krankenhäuser im Landkreis Görlitz sind dies erhebliche Geldsummen, und sie sind nicht vergleichbar zu dem, was die Bundesregierung angesetzt hat.“