Im Kreis Görlitz sind nach offiziellen Angaben nunmehr 1351 Personen nach einer Infektion mit dem Covid-19-Virus verstorben. In nur drei Städten sind deutschlandweit mehr Menschen nach einer Ansteckungen gestorben: Hamburg (1953), München (1586) und Dresden (1383). Am Wochenende meldet das Görlitzer Gesundheitsamt den Tod zweier Männer im Alter von 69 und 85 Jahren. Sie stammen aus Boxberg und Weißwasser. Überhaupt sind im Kreis mehr Männer im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, nämlich bislang 753. Die Sterberate im Landkreis bei den 60 bis 79-Jährigen beträgt 4,95 Prozent, bei den über 80-Jährigen 21,5 Prozent.

Zahl der Neuinfektionen sinkt derzeit stetig im Kreis Görlitz

Über das vergangene Wochenende und am Montag sind zwischen Bad Muskau und Johnsdorf 298 Neuansteckungen hinzugekommen. Gleichzeitig allerdings gelten auch wieder 401 als genesen. Aktuell sind 2609 mit einem positiven PCR-Test in häuslicher Isolation. Mit Stand 17. Dezember sind 113 Schulen und 90 Kitas und Horte von Coronavirus-Infektionen betroffen. Das betrifft Einrichtungen in fast allen Städten und Gemeinden des Landkreises. In den betroffenen Schulen sind 630 positive Fälle zu verzeichnen, in den Kitas und Horten 184.
Am Montag befinden sich 180 Personen in medizinischer Behandlung in den sechs Krankenhäuserndes Landkreises, 29 davon liegen auf der Intensivstation. Dort müssen zwölf von ihnen beatmet werden. 68 Patienten der Normalstation und 19 Patienten der Intensivstation gelten als ungeimpft. Die Altersspanne der behandelten Personen auf der Intensivstation liegt zwischen 31 und 90 Jahren.

Kritik an „Spaziergängen“ gegen Corona-Maßnahmen aus dem Landtag

Kritik an den anhaltenden Protest-Spaziergängen in ganz Sachsen kommt derweil aus dem sächsischen Landtag. AfD-Fraktionschef Jörg Urban äußerte Verständnis für Corona-Proteste, aber Unverständnis gegenüber Gewalt. Rico Gebhardt (Linke) wies auf Versäumnisse der Regierung im Umgang mit den Demonstrationen hin. „Man hat ja wochenlang einen Eindruck vermittelt, dass das alles legitim und rechtens ist.“ Hier gebe es viel nachzuarbeiten. Derweil rechnet die Polizei im Freistaat mit einer Zunahme der Proteste. Sachsenweit sind bislang 12.253 Menschen nach einer Infektion verstorben.