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| 17:38 Uhr

Luftrettung in Ostsachsen
Christoph 62 dreimal am Tag im Einsatz

 Das Windentraining mit Christoph 62 verlief erfolgreich.
Das Windentraining mit Christoph 62 verlief erfolgreich. FOTO: DRF Luftrettung
Bautzen. Die DRF-Luftrettung zieht nach 100 Tagen für die Station Bautzen eine erste Bilanz.

100 Tage ist an der Station Bautzen die DRF-Luftrettung im Einsatz. Sie zieht eine erste Bilanz. Im ersten Quartal 2019 wurde Hubschrauber Christoph 62 bereits 268 Mal alarmiert, rund 20 Prozent der Einsätze flogen die Luftretter dabei in der Nacht. Auch über Weißwasser hat man den rot-weißen Hubschrauber bereits mehrfach kreisen sehen, wenn es darum ging, Patienten schnell in andere Krankenhäuser zu verlegen.

Dank der großen Erfahrung der DRF-Luftrettung und der guten Vorbereitung sei der Wechsel zum Jahresanfang 2019 reibungslos verlaufen. „Wir hatten einen sehr guten Start hier in Bautzen“, unterstreicht Sebastian Schröder, Pilot und Leiter der Station. „Die Zusammenarbeit mit unseren lokalen und regionalen Partnern – Kliniken, Rettungsdienst­organisationen, Leitstellen, Feuerwehr oder auch der Polizei, um nur einige zu nennen – gestaltete sich von Anfang an problemlos. Dafür bedanken wir uns herzlich.“

Rund dreimal am Tag wurde die leistungsstarke, wie eine Intensivstation ausgerüstete Maschine in den ersten drei Monaten des Jahres alarmiert. 52 Mal wurden die Luftretter zu nächtlichen Einsätzen alarmiert, dabei setzten die Piloten Nachtsichtbrillen ein, die bei Einsätzen in Dunkelheit zusätzliche Sicherheit bringen. Das teilt Stefanie Kapp, Pressereferentin Stabsstelle Kommunikation & Marketing, mit.

Und auch die am Hubschrauber fest installierte Winde mit 90 Metern Seillänge kam nach dem Ende März erstmals mit der Bergwacht durchgeführten Windentraining bereits fünfmal zum „echten“ Einsatz. Sebastian Schröder fasst die Übung zusammen: „Das Training verlief hervorragend. Hier zahlt sich aus, dass die DRF-Luftrettung schon über 20 Jahre Erfahrung mit der Windenrettung hat. Wir haben aber mit der DRK-Bergwacht Sachsen für diesen Bereich auch einen zuverlässigen Partner an unserer Seite. So können wir Hand in Hand schwer kranke und verletzte Menschen auch in topographisch herausfordernden Gegenden retten.“

Die am 1. September 1998 gegründete Station befindet sich am Flugplatz Bautzen. Christoph 62 ist täglich rund um die Uhr bei Notfällen als schneller Notarztzubringer und für den schonenden Transport von Patienten zwischen Kliniken einsatzbereit.

Angefordert wird die Besatzung über die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen in Hoyerswerda oder über die Koordinierungsstelle für Verlegungsflüge des Freistaates Sachsen in Dresden.Den Zuschlag hatte die Luftrettungsorganisation im Rahmen einer Ausschreibung von der Landesdirektion Sachsen erhalten. Der Vertrag läuft über acht Jahre.

(pm/rw)