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Chinesen beginnen mit Umbau

Das Firmenlogo ist bereits am künftigen Werk von Menred angebracht.
Das Firmenlogo ist bereits am künftigen Werk von Menred angebracht. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Das chinesische Unternehmen Menred verlegt seinen Hauptsitz in Deutschland von Hamburg nach Weißwasser. Das bestätigt eine Sprecherin auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Erste Umbauarbeiten am ehemaligen Baumarkt in Weißwasser sollen noch dieses Jahr beginnen. Wann die Produktion von Heizungsrohren beginnt, ist aber noch unklar. Christian Köhler

Das Logo des chinesischen Unternehmens Menred ist in den vergangenen Tagen auf dem Gelände des ehemaligen Baumarktes in der Heinrich-Heine-Straße in Weißwasser bereits angebracht worden. "Wir wollen unseren Deutschlandsitz nach Weißwasser verlegen", erklärt Jingru Han-Großmann von Menred. Sie sei sehr froh, dass die Genehmigung für das neue Logo nun Anfang Oktober endlich vom Landkreis Görlitz erteilt worden ist und es nun angebracht werden konnte. Wann dagegen die Produktion von Heizungsrohren in den derzeit ungenutzten Hallen am Gewerbegebiet in Weißwasser beginnen kann, sei aber noch offen.

Gegenwärtig, so berichtet Jingru Han-Großmann, werden einige Reparaturarbeiten und die Instandsetzung der Heizungsanlage in dem künftigen Werk vorgenommen. "Ich hoffe, dass wir noch in diesem Jahr beginnen können, unser Büro einzurichten", sagt die Menred-Sprecherin. Das soll in der ehemaligen Schlecker-Filiale untergebracht werden.

Jingru Han-Großmann ist jüngst von China nach Weißwasser gezogen und soll hier den chinesischen Thermostate-, Armaturen- und Regelsystemhersteller vertreten. "Das ist sehr wichtig", sagt sie, "denn zahlreiche Genehmigungen und Anfragen müssen angepackt werden." Dazu sei es von Vorteil, dass sie in Weißwasser lebt und den direkten Draht zu Stadtverwaltung, Landkreis und Bauunternehmen habe. Der Weißwasseraner Unternehmer Milko Kara unterstützt sie dabei. Kara wiederum vertreibt auch die Produkte der Chinesen.

Leider, so betont Jingru Han-Großmann, sei man in der Glasmacherstadt noch nicht so weit, wie man hätte sein wollen. "Es bedarf einfach vieler Genehmigungen und Anträge, bis wir mit der Produktion beginnen können", sagt die Menred-Sprecherin.

Für das eigentliche Werk wolle Menred vorerst nur den Baumarkt nutzen. Die Räumlichkeiten des Aldi-Marktes hingegen werden derzeit nicht benötigt und bleiben vermietet. "Uns liegt eine Anfrage für eine Verlängerung des Supermarktes vor", erzählt die 33-jährige Chinesin. Ein entsprechender Vertrag soll in den kommenden Tagen unterzeichnet werden, hieß es. Aldi wolle noch, so der jetzige Stand, bis Ende 2017 die Filiale in der Heinrich-Heine-Straße betreiben. Schließlich, so wurde jüngst im Stadtrat Weißwasser erläutert, werde der Neubau der zweiten Filiale in der Berliner Straße frühestens im April 2018 fertiggestellt. Dort soll dann auch die Drogeriekette dm einziehen. Ob dann zwei Aldi-Filialen in Weißwasser bleiben, ist noch offen.