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Cherry Beach für Ü40

Petra Bathow freut sich riesig über das Wörterbuch.
Petra Bathow freut sich riesig über das Wörterbuch. FOTO: ni
Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU) hat sich bei seinen Stellvertretern bedankt. "Ich durfte zwei Wochen in den Urlaub, und ich freue mich, dass mich Hendrik Scholz und Jürgen Gruner vertreten haben", sagte er im Gemeinderat. ckx/ni

Das Cherry-Beach-Festival war aus Sicht von Gemeinderat Horst Jannack ein voller Erfolg. "Die Lautstärke war ohne Probleme auszuhalten", sagte er und lobte die Veranstalter. Ganz andere Erfahrungen hatte Ratskollege Armin Hoffmann gemacht. Der würde künftig lieber zum Cherry-Beach kommen, wenn es auch eine Ü-40 Party geben würde. "Ich bin von Jugendlichen angesprochen worden", erzählte er und musste dabei lachen. "Die fragten mich: Ey Alter, was machst'n du hier?"

Helmut Perk stellte dem Rietschener Rat jetzt das integrierte energetische Quartierskonzept zum Klimaschutz vor. "Ich fasse mich kurz und werde in zehn Minuten die wichtigsten Dinge vorstellen", kündigte er an. Schon da schmunzelten einige. "Naja, ich habe dann wohl doch etwas überzogen", gestand er nach einer reichlichen halben Stunde. "Das ist nun mal ein Mann von einem Ingenieurbüro", kommentierte Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler) ebenfalls mit Augenzwinkern.

Als Landrat Bernd Lange (CDU) bei der Tour durch die Bergbaufolgelandschaft vom Tagebau Nochten das Relief für den künftigen Hermannsdorfer See sah, blitzten seine Augen. Dann rückte er mit einer Idee heraus, wo einige nicht wussten, ist es ernst oder nur ein Scherz. An der tiefsten Stelle - 28 Meter - solle ein Turm aus Glas errichtet werden, der begehbar ist. Eine touristische Attraktion eben, damit die Leute sehen, was da alles unter der Wasseroberfläche gedeiht. "Wir wollen den Menschen doch den Naturschutz nahebringen", argumentierte Lange. Iris Rumplasch von der Unteren Naturschutzbehörde fand das gar nicht so abwägig: "Lieber Leute gelenkt, als dass sie hier irgendwo herumkriechen…" Die Vattenfaller hoben die Arme: wegen geotechnischer Sicherheit kaum umsetzbar. Aber toll wäre es wirklich. Mit so einem Turm würde man dem Grand Canyon echte Konkurrenz machen.

Das erste Exemplar vom Wörterbuch im Schleifer Sorbisch hat Petra Bathow auf dem Njepila-Hof überreicht bekommen. Die 66-Jährige hat beim Lernen des Dialektes seit 2004 viel Geduld bewiesen, hieß es. "Es war sehr, sehr schwer, denn ich hab ja vorher kein Sorbisch gesprochen", sagte sie. Das Wörterbuch fest in den Händen, sagte sie: "Das hier ist für mich ein echter Schatz."

Zum ersten Mal tagte der Gablenzer Gemeinderat in dieser Woche im Wintergarten vom sanierten Kromlauer Schloss. Obwohl es abends ja noch hell ist, war es im Innern doch ein bisschen zu finster zum Protokollieren. Inge Zech vom Gemeindeamt wusste sich zu helfen - sie hatte sich eine Schreibtischlampe mitgebracht.

Der Gablenzer Bürgermeister Dieter Noack bedankte sich zu Beginn der ersten Sitzung nach der Sommerpause bei seinen Räten für deren Geschenk zur Silberhochzeit. "Ich gebe dann mal nach einer Sitzung in Gablenz einen aus", kündigte Noack der Ratsrunde an. Johannes Rackel hielt lachend dagegen: "Nee, nee, wir haben heute schon was vorbereitet."