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Kunsthandwerk
Bello glitzert am Tannenbaum

Carola Meyer aus Krauschwitz sorgt mit ihrer Kunst für ewige Erinnerungen an das Lieblingstier.
Carola Meyer aus Krauschwitz sorgt mit ihrer Kunst für ewige Erinnerungen an das Lieblingstier. FOTO: Arlt Martina
Krauschwitz. Carola Meyer aus Krauschwitz ist in ihrem Kunstatelier gern kreativ tätig. Von Martina Arlt

Es gibt Kunsthandwerk, wo man meint, das gibt es gar nicht. Das von Carola Meyer aus Krauschwitz zum Beispiel. Wer ihre Arbeiten sieht, gerät ins Staunen.  Wie sehr sie bewundert wird, kann man zum Beispiel in den Kommentaren auf ihrer Facebookseite lesen.

Seit August 2015 ist sie fast täglich in ihrem Kunstatelier kreativ tätig. Sechs bis acht Stunden pro Tag kommen gut und gern zusammen. Sie malt keine Menschen-, sondern Tierportraits. Dabei ist kein Untergrund vor ihr sicher. Die 43-Jährige bringt beispielsweise die Lieblinge von Tierfreunden auf Weihnachtskugeln. Dann glitzern Bello & Co. am Tannenbaum.  Die Zeichnungen von Carola Meyer gleichen dem Original sehr, das bekommt sie immer wieder bestätigt und erhält dazu viel Lob.  Bei der Malerei bevorzugt sie Techniken wie Bleistift, Pastellkreide, Buntstift und als Königsklasse die Acrylfarbe. Mit jedem Tierportrait begibt sie sich auf ein neues Abenteuer, sagt die Krauschwitzerin.

Carola Meyer, die eigentlich eine echte Rietschenerin ist, vor zehn Jahren nach Krauschwitz zog und 2011 ihr Eigenheim dort in Besitz nahm, hat schon immer eine Leidenschaft für die Malerei. „Dafür konnte ich mich schon immer begeistern. Mit zehn Jahren hab ich schon gern Tiere gezeichnet.“

Sich als Künstlerin auf eigene Füße zu stellen, habe eigentlich damit begonnen, dass sie aus der Schweiz sechs Weihnachtskugeln mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern zugeschickt bekam. Absender war Andrea Eicher, Samojeden-Züchterin, die auch als Hunderichterin auf Ausstellungen tätig ist, berichtet Carola Meyer. Damit verbunden war die Bitte, die Kugeln mit den Hunden zu bemalen. „So begann die ganze Geschichte“, sagt Carola Meyer, die selbst Hundeliebhaber ist. Auf ihrem Grundstück wacht der fünfjährige Erwin, ein Eurasier. „Auch meinen Hund hab ich in Pastellkreide  bereits dargestellt“, sagt die Krauschwitzerin beim Besuch in ihrem Atelier und zeigt auf die verschiedenen Arbeiten.

Aber wie bekommt sie das hin, dass die Zeichnungen so echt aussehen? Carola Meyer berichtet, dass sie meist Fotos als Vorlage nutzt. Bevor so ein „tierisches Kunstwerk“ auf einer Kugel fertiggestellt ist, können schon mal acht Stunden vergehen. Je nach Motiv benötigt sie bei normalen Bildern durchschnittlich zwölf Stunden.

„Gemalt werden kann auf fast allen Materialien. Vor wenigen Tagen bin ich mit einem Weihnachtsstern aus Holz fündig geworden. Eine tolle Weihnachtsidee, wie ich finde. Selbst Betonkugeln sind für diesen Zweck bestens geeignet“, so Carola Meyers Erfahrung. Die Krauschwitzerin spielt mit Farben und Techniken, auch bei Blumenmotiven auf Leinwand. „Bei den Tierportraits ist es natürlich oberstes Gebot, die Fellstruktur des Hundes original hinzubekommen. Ich fange sozusagen das Wesen des Tieres ein. Dazu betrachte ich ein Foto von dem Vierbeiner und kann daraus die Charakterzüge erkennen“, sagt Carola Meyer. An Ideen mangelt es der Malerin nicht. So graviert sie auch Straußeneier mit Hundemotiven oder gestaltet ein Straußenei als Lampe. Bei verschiedenen Ausstellungen und Messen hat sie mit ihren Werken für Aufsehen gesorgt. Sie beteiligt sich aktuell an der Adventsausstellung im Schaufenster von ehemals Butter-Noack an der Straße des Friedens in Weißwasser. 

Wer es möchte, lässt sich von Carola Meyer seinen Vierbeiner  auch auf Weihnachtsbaumkugeln zeichnen.
Wer es möchte, lässt sich von Carola Meyer seinen Vierbeiner  auch auf Weihnachtsbaumkugeln zeichnen. FOTO: Arlt Martina