Am Dienstag ist in den Abendstunden durch eine gemeinsame Streife von Bundespolizei und Zoll in Skerbersdorf ein polnischer Pkw kontrolliert worden. Das Fahrzeug und seine beiden ukrainischen Insassen waren über den Grenzübergang Podrosche nach Deutschland eingereist. Zur Kontrolle konnte sich nur der 32-jährige Fahrer mit seinem gültigen ukrainischen Reisepass ausweisen. Der 34-jährige Beifahrer führte keine Dokumente mit, so Ivonne Höppner, Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf.

Wiedereinreisesperre gegen Beifahrer

Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges fanden die Beamten eine Plastiktüte. In der Tüte waren Gegenstände, die sich durchaus zum Aufbrechen von Autos verwenden lassen. Damit erhärtete sich der Verdacht, dass die Ukrainer nach Deutschland reisen wollten, um möglicherweise Straftaten zu begehen. Angesichts der somit bestehenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung war für die Männer die Reise zu ende. Beide wurden mit zur Dienststelle genommen. Eine Überprüfung der Personalien ergab, dass gegen den Beifahrer eine Wiedereinreisesperre für Deutschland bis 11. August 2020 besteht. Abgesehen von dem fehlenden Pass hätte er auch in dieser Hinsicht gar nicht nach Deutschland einreisen dürfen.

Gegen die Männer wurde Anzeige wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts erstattet. Später ging es zurück nach Polen, versehen mit einer zweijährigen Wiedereinreisesperre für den Fahrer und einer vierjährigen Sperre für den Beifahrer.