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Polizei
Beifahrer per Haftbefehl gesucht

Bad Muskau/Krauschwitz. Bundespolizei stoppt in Krauschwitz Auto mit falschen Kennzeichen

Gleich mehrere Vergehen haben Bundespolizisten am Mittwochabend bei der Kontrolle eines Pkw auf der Brückenstraße in Krauschwitz aufgedeckt. In Bad Muskau war das polnische Fahrzeug durch zu schnelles Fahren im verkehrsberuhigten Bereich aufgefallen. Nach dem Stopp des BMW, versuchten sich Fahrer und Beifahrer abzusetzen. Weit kamen sie nicht, warfen allerdings den Schlüssel Autos weg, schildert die Bundespolizei. Die Beamten stellten fest, dass sich an der Fahrzeugfront zwei polnische Kennzeichentafeln befanden. Über der ordnungsgemäß ausgegebenen Tafel war schließlich mit Kabelbindern ein zweites Kennzeichen angebracht worden. Weil die 28 und 33 Jahre alten Männer keine Dokumente mitführten, wurden sie zur Identitätsfeststellung zum Bundespolizeirevier nach Weißkeißel mitgenommen. Dort wurde festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft Memmingen per Vollstreckungshaftbefehl nach dem Beifahrer sucht. Offenbar hatte er eine wegen Körperverletzung angeordnete Geldstrafe von 1500 Euro nicht bezahlt. Er sitzt nun deshalb in Haft.

Nach dem 28-jährigen Fahrer sucht die Staatsanwaltschaft Osnabrück im Rahmen Verfahrens wegen Urkundenfälschung. Wegen des Verdachts der Urkundenfälschung wird nun wohl auch die hiesige Staatsanwaltschaft aus Görlitz ermitteln. Schließlich gehörten die falschen Kennzeichentafeln nicht an den von ihm geführten BMW. Es stellte sich heraus, dass diese von einem anderen polnischen Pkw entwendet wurden. In diesem Zusammenhang wird nun auch geprüft, inwiefern der Verdacht des Kennzeichenmissbrauchs und des Diebstahls gegeben ist. Letztlich hätte der Mann das Führen des BMW ganz und gar lassen sollen. Auf Anfrage teilten die polnischen Behörden nämlich mit, dass die Polizei bereits Ende 2014 seinen Führerschein kassiert hatte. Damit wird nun auch wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt, teilt Bundespolizeisprecher Michael Engler mit.

Zum Zeitpunkt der Kontrolle standen im Übrigen beide Männer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Zu diesem Ergebnis führte ein Drogenschnelltest.

Den gesamten Fall übernahm später das Polizeirevier Weißwasser.

(pm/rw)