Am Dienstag, 4. Februar, stellte eine Streife des Zolls im Görlitzer Bahnhof einen polnischen Bürger fest, informiert die Bundespolizei. Bei der Überprüfung seiner Personalien war klar, dass der 38-Jährige eigentlich nicht nach Deutschland hätte einreisen dürfen. Hinzugerufene Bundespolizisten nahmen den Mann anschließend fest.

Innerhalb von Minuten sei dann ermittelt worden, dass er einen Tag zuvor, also am 3. Februar, aus der Haft entlassen und unmittelbar im Anschluss nach Polen abgeschoben wurde, heißt es weiter seitens der Bundespolizei.

In der anschließenden Vernehmung habe der Pole eingestanden, dass er durchaus von dem Einreiseverbot gegen seine Person wusste, er seine Papiere in Polen in den Müll geworfen habe und er nun nach Berlin wolle.

In diesem Zusammenhang habe er wortwörtlich erklärt: „Ja, ich komme wieder, Herr Polizist!“ „In der ausländerrechtlichen Verfügung, mit der ihm das Recht auf Einreise und Aufenthalt entzogen worden war, war später von 19 strafrechtlichen Verurteilungen zu lesen“, informiert Polizeisprecher Michael Engler.

Schließlich sei bei der Staatsanwaltschaft Görlitz die Durchführung eines beschleunigten Verfahrens angeregt worden. Im Ergebnis dieses Verfahrens ordnete der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Görlitz die Untersuchungshaft gegen den Mann an.

Dieser befindet sich nun wieder an dem Ort, den er erst am Montag verlassen hatte – in der Justizvollzugsanstalt.