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Polizei
Bundespolizei erwischt Pkw mit halber Tonne Kupfer

Bad Muskau.

Die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf hat ihre intensiven Fahndungsmaßnahmen von Wochenbeginn im Norden des Landkreises Görlitz fortgesetzt und den nächsten Erfolg gelandet. Am Mittwochmorgen, kurz nach 6 Uhr, war ein polnischer Ford Mondeo Turnier aufgefallen auf der B 115 in Richtung Süden, als er bei Jämlitz eine verdeckt eingesetzte Streife passierte. Diese zögerte nicht lange und hielt den offenbar überladenen Kombi bei Bad Muskau an. Bei der anschließenden Kontrolle war die Ursache der Überladung nicht zu übersehen. Sowohl der Kofferraum als auch der Fahrgastraum war mit in Stücken geschnittenem Starkstromkabel vollgepackt. Weder der Kraftfahrer (38) noch dessen Beifahrer (22) konnte die Herkunft des Kupferkabels in irgendeiner Weise erklären. Das Kupfer, dessen Gewicht in etwa 500 Kilogramm beträgt und dessen Wert bei circa 8000 Euro liegt, wurde sichergestellt. Schließlich bestand gegen die beiden polnischen Männer der Verdacht des besonders schweren Falls des Diebstahls zum Nachteil eines Lausitzer Energieversorgers, so Bundespolizeisprecher Michael Engler. Am Rande stellten die Bundespolizisten fest, dass der 38-Jährige zudem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Offensichtlich ist ihm das beim Führen eines Kraftfahrzeuges jedoch völlig egal. Schließlich kam ans Licht, dass er in der gleichen Nacht bereits von Bundespolizisten der nördlichen Nachbarinspektion in Forst beim Schwarzfahren erwischt und ihm die Weiterfahrt untersagt wurde. Die weiteren Ermittlungen dazu übernahm zunächst das Polizeirevier Weißwasser.

(ni)