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| 18:10 Uhr

Verkehrsanbindung
Bund gibt grünes Licht für Ausbau der A 4 in Sachsen

 Der Lkw-Verkehr steigt auf der A 4. Deshalb soll die Trasse weiter ausgebaut werden.
Der Lkw-Verkehr steigt auf der A 4. Deshalb soll die Trasse weiter ausgebaut werden. FOTO: dpa / Uli Deck
Dresden/Bad Muskau. Laut Verkehrsminister wichtiger Schritt für erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat der Aufnahme der Planungen für den acht- beziehungsweise sechsstreifigen Ausbau der Autobahn A 4 zwischen dem Autobahndreieck (AD) Nossen und Bautzen-Ost zugestimmt. Es ist vorgesehen, die Deges mit den Planungen zu beauftragen. Auf eine Bewertung des im Frühjahr 2019 nachgereichten Antrags bis Bautzen-Ost wurde vor dem Hintergrund der vorgesehenen Aufnahme des Ausbaus der A4 bis zur Bundesgrenze Deutschland/Polen in das Strukturstärkungsgesetz zum Kohleausstieg verzichtet. Das teilt das Verkehrsministerium mit.

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD): „Das ist für Sachsen eine großartige Nachricht! Wir haben beharrlich daran gearbeitet, den Bund als Eigentümer der Autobahnen davon zu überzeugen, dass diese Maßnahmen in die Verkehrsinfrastruktur dringend notwendig und gerechtfertigt sind. Das ist uns jetzt endlich gelungen. Ein Aufschieben auf den nächsten Bundesverkehrswegplan wäre unverantwortlich gewesen, auch vor dem Hintergrund der Verbesserung der Erreichbarkeit des ostsächsischen Raumes und zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz. Mit diesem großen Erfolg untermauern wir unsere Bestrebungen für einen erfolgreichen Strukturwandel.“

„Aufgrund der extrem hohen Belastungen durch den immer mehr gewachsenen Lkw-Verkehr ist die Verbreiterung der stark befahrenen Autobahn auf sechs Spuren zischen Dresden-Nord und Bautzen-Ost ein erster ganz wichtiger Schritt. Darüber hinaus bleibt natürlich unser Ziel, dass der 6-spurige Ausbau über Bautzen hinaus bis nach Polen vollzogen wird“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Baum aus Bad Muskau zu dem Thema.

Östlich Dresden (A 13) liegt das durchschnittliche Verkehrsaufkommen zwischen 67 000 Kfz/24h. In Richtung Polen nehme das Gesamtverkehrsaufkommen stetig ab, die Lkw-Anteile steigen jedoch weiter.

Im Bereich von Görlitz wiesen die Zählungen im Jahr 2018 ein Gesamtaufkommen von rund 27 000 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil von rund 42 Prozent aus. Bundes- und Landesverkehrsprognosen gehen von weiteren erheblichen Steigerungen insbesondere im Güterverkehr aus.

(pm/rw)