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Politik
Bürgermeisterin bezieht Nachfolger ein

Trebendorf. Der mehrheitlich von den Trebendorfern und Mühlrosern gewählte neue Bürgermeister Waldemar Locke wird bereits jetzt von Amtsinhaberin Kerstin Antonius in alle kommunalen Beratungen einbezogen. Das betonte diese jetzt in der Ratssitzung. Von Gabriela Nitsche

Voraussichtlich bis 7. Dezember ist die Trebendorferin in Verantwortung, bevor der Mühlroser den Staffelstab übernimmt. Voraussetzung dafür ist die Veröffentlichung des vom Gemeinde-Wahlausschuss festgestellten Wahlergebnisses im Amtsblatt. Erst nach dieser beginnt die einwöchige Einspruchsfrist gegen das Ergebnis. Kerstin Antonius wünschte dem Wahlsieger viel Erfolg, Kraft und Elan, denn es seien ja noch viele bergbauliche Themen an der Tagesordnung. Sie bat Gemeinderat und Bürger, ihren Nachfolger und auch die Gemeindeverwaltung zu unterstützen.

In der späteren Bürgerfragestunde griff Erhard Weinberg aus Trebendorf den Wahlsieger an. Aus seiner Ablehnung machte er keinen Hehl und bekannte, er wundere sich sehr, dass Locke die meisten Stimmen bei der Bürgermeisterwahl erhalten habe. Unter anderem sollte der Mühlroser sagen, ob er denn überhaupt mit den anderen nach Neu-Mühlrose umsiedeln wolle. Des Weiteren kritisierte der Einwohner die Sprechweise von Waldemar Locke. Daraufhin antwortete dieser unmissverständlich und unüberhörbar, dass es seine Privatsache sei, wohin er eines Tages umsiedelt. Außerdem habe er die ständigen Angriffe aus dieser Richtung satt.

Bei der Bürgermeister-Wahl am 24. September waren Waldemar Locke (CDU) und Ariane Kraink (Wir für Trebendorf) angetreten. Bei einer 85-prozentigen Wahlbeteiligung stimmten 52,9 Prozent für Waldemar Locke und 47,1 Prozent für Ariane Kraink. Dieses Ergebnis löste bei einigen Trebendorfern, die Ariane Kraink unbedingt als nächste Bürgermeisterin sahen, geradezu erdbebenartige Reaktionen aus.