Penk betonte diesbezüglich: "Wir haben mit Thomas Jansen einen Vertrag für den Tagebau Nochten II bis 31. Dezember 2016. Aktuell gibt es keine Weiterführung." Der Leag-Mann fügte ergänzend hinzu: "Bei einer positiven Entscheidung zum Tagebau Nochten II treten wir in Gespräche mit Schleife und Trebendorf auch dazu ein." Das sieht Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos) ganz anders. Er hakte ein und machte deutlich, dass das absolut nicht die kommunale Sichtweise sei. Bei der Kommunalberatung "geht es um Bergbau allgemein, nicht nur um Themen im Zusammenhang mit Nochten II". Die Gemeinden würden weiterhin dringend auf die Beratung von Jansen angewiesen sein. Als Beispiele führte der Schleifer Gemeindechef einige Themen an. Die noch ausstehende Umsiedlung von Einwohnern, die vom Braunkohlenplan 1994 (also Tagebau Nochten I) betroffen sind gehöre genauso dazu wie die breite Palette von Umweltbelastungen infolge des Tagebaus Nochten vor der Haustür. "Das ist die Sicht von Schleife und Trebendorf", bekräftigte Reinhard Bork noch einmal.

Der 53-jährige Thomas Jansen hatte die Kommunalberatung für Trebendorf und Schleife Anfang 2013 übernommen. Er versprach damals, als Interessenvertreter, Moderator und Vermittler für die Interessen der Bewohner in Sachen Umsiedlung aufzutreten und die ehrenamtlich tätige Bürgermeisterin von Trebendorf auch in Alltagsfragen zu beraten. Tatsächlich habe er sich als vehementer streitbarer Geist im Interesse beider Gemeinden erwiesen, wie sowohl Reinhard Bork als auch Amtskollegin Kerstin Antonius (WV) in Trebendorf mehrfach betonten.

Bevor Jansen Kommunalberater wurde, war der damals noch freischaffende Stadtplaner seit 2007 als Ortsplaner für Schleife gefragt.

Intensiv hatte Jansen in diesem Zusammenhang auch die Ortschaftsräte vom Trebendorfer Ortsteil Mühlrose zum Thema neue Ortsmitte beraten. Denn Mühlrose entschied sich bereits vor einigen Jahren, mehrheitlich nach Schleife umzusiedeln, sollte es zum Aufschluss des Tagebaus Nochten II kommen. Die Entscheidung steht nach wie vor aus. Leag wolle diese in den nächsten Monaten treffen.