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| 02:57 Uhr

Bürgermeister spricht sich für kollegiale Zusammenarbeit aus

Der Groß Dübener Gemeinderat: Bürgermeister Helmut Krautz, Olaf Hanusch, Jens Hanusch, Heinz Grosa, Ires Fercho, Reinhard Holz (vordere Reihe v.l.n.r.), Uwe Voß, Sebastian Krüger, René Köppen, Harald Rösch, Thomas Storp und Oliver Peto (hintere Reihe v.l.n.r.). Auf dem Foto fehlt André Blum.
Der Groß Dübener Gemeinderat: Bürgermeister Helmut Krautz, Olaf Hanusch, Jens Hanusch, Heinz Grosa, Ires Fercho, Reinhard Holz (vordere Reihe v.l.n.r.), Uwe Voß, Sebastian Krüger, René Köppen, Harald Rösch, Thomas Storp und Oliver Peto (hintere Reihe v.l.n.r.). Auf dem Foto fehlt André Blum. FOTO: ni
Groß Düben. Der neue Gemeinderat von Groß Düben hat seine Arbeit aufgenommen. Harald Rösch aus Groß Düben wurde erneut zum ersten Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt, Sebastian Krüger aus Halbendorf zum zweiten Stellvertreter. Gabriela Nitsche

Den Räten war es wichtig, Ausschüsse mit Abgeordneten aus beiden Ortsteilen zu besetzen. Zum Beispiel der Gemeinschaftsausschuss. Neben dem Bürgermeister sind zwei Räte vorgesehen. Doch es gab aus jedem Ortsteil zwei Bewerber. Nach geheimer Abstimmung standen mit René Köppen und Heinz Grosa zwei Räte aus dem Ortsteil Groß Düben fest. Köppen vertrat den Standpunkt, es sei ungerecht. Je ein Halbendorfer und ein Groß Dübener würden in den Ausschuss gehören. Deshalb werde er die Wahl nicht annehmen. Oliver Peto aus Halbendorf rutschte an seine Stelle.

Als es um die Mitglieder im Zweckverband "Erholungsgebiet Halbendorfer See" ging, schlug Sebastian Krüger aus Halbendorf vor, es hier auch so zu handhaben. Daraufhin zogen zwei der vier Kandidaten ihre Bewerbung zurück. Übrig blieben Olaf Hanusch aus Halbendorf und René Köppen aus Groß Düben.

Fünf der zwölf Mitglieder im Gemeinderat sind neu in diesem Ehrenamt. Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) setzt insgesamt auf einen Neuanfang. Das Ehrenamt, für das die Räte verpflichtet wurden, sei ein Spannungsfeld zwischen Wünschen und Vorstellungen Einzelner und dem Gemeinwohl. Das abzuwägen sei eine schwere Aufgabe, die aber lösbar sei. Krautz sprach von Prioritäten, die aufgestellt werden müssten.

Der Bürgermeister sprach sich für ein Klima zwischen Gemeinderat, Bürgermeister und Verwaltung aus, das vor allem von "kontrollierter Kritik und kollegialer Zusammenarbeit" geprägt ist. "So etwas wie in den letzten drei Jahren soll sich nicht wiederholen", betonte Krautz. Denn öffentliche Ratssitzungen waren häufig Schauplatz mangelnder Streitkultur und persönlicher Anfeindungen.