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| 16:32 Uhr

Wärmeversorgung
Gleichbehandlung für Klein Trebendorf

Trebendorf. Trebendorfs Bürgermeister Waldemar Locke wertet die Abfrage des Interesses an einem Erdgasnetz für die Wärmeversorgung positiv. Einwohner können sich bis 23. Februar in Listen eintragen.

Auch Klein Trebendorf gehört zu jenen Ortsbereichen, wo die Wärmeversorgung der Zukunft über ein neues Erdgasnetz ins Haus kommen könnte. Der Trebendorfer Wolfgang Zech findet gut, dass die Sache angepackt wurde. Ihn irritiert aber, dass die Bürger noch nicht wissen, ob sie gleichbehandelt werden mit jenen im Kern von Trebendorf.

Sie haben in den Informationsveranstaltungen mit Spreegas und NBB gehört, wie teuer die Sache für jeden werden könnte. Es wäre nach Auffassung von Zech besser gewesen, es andersherum anzupacken. Gemeinderätin Petra Rübesam sah das auch so. „Die ganzen Kosten gehen weit über 5000 Euro hinaus. Das ist für viele nicht einfach, sich da sofort zu entscheiden“, sagte sie.

Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) hakte ein, es gehe doch erst einmal nur darum, dass die Einwohner ihr Interesse bekunden. Es sei noch völlig unverbindlich, doch Spreegas brauche die Zahl, um überhaupt festzustellen, ob sich die millionenschwere Investition rechnet.

Was die Gleichbehandlung angeht und wo es ein Angebot von der Leag gebe, von dem die Bürgermeister derzeit nicht die Summe nennen, dazu Locke: „Das Angebot ist jenseits von Gut und Böse. Würden wir das annehmen, wären die Bürger von Klein Trebendorf Bürger zweiter Klasse.“ Genauso gehe es ja Schleife mit Schleife-Süd, Rohne und Mulkwitz.

Locke bewertet die Interessenabfrage positiv. „Aber die Kosten können nicht zulasten der Bürger gehen. Wir fordern gleiche Förderungen wie es der Wärmeliefervertrag für die anderen 780 Haushalte in Trebendorf und Schleife für 20 Jahre vorsieht.“ Er sei sich mit Schleifes Bürgermeister Reinhard Bork einig, dass das Leag-Angebot dahingehend dringend überarbeitet werden muss.

Nach den Informationsveranstaltungen im Januar dieses Jahres zu dem Thema Erdgasnetz sind die Grundstücksbesitzer in Schleife-Süd, Klein Trebendorf, Rohne und Mulkwitz aufgefordert, ihr Interesse bis zum 23. Februar zu bekunden. Entsprechende Listen dafür liegen im Gemeindeamt Schleife aus.

(ni)