ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 22:53 Uhr

Demo
Bürger fordern früheres Ende des Tagebaus Nochten

Rohne. Der Tagebau müsse nicht voll ausgekohlt werden, finden die Veranstalter eine Demonstration, die am Sonntag in Rohne stattgefunden hat.

Das Lausitzer Bündnis Strukturwandel hat Sonntagnachmittag mit einer symbolischen roten Linie eine Verkleinerung des Tagebaues Nochten gefordert. Die Grube müsse den Mindestabstand von 400 Metern zu den Dörfern einhalten. „Um die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen, müssen die Uralt-Kraftwerksblöcke Jänschwalde und Boxberg in wenigen Jahren vom Netz sein. Das heißt auch, dass die bisher genehmigten Tagebaue nicht mehr voll ausgekohlt werden dürfen. Genau hier in Rohne muss rechtzeitig unnötiger Schaden  verhindert werden.“ sagt René Schuster von der Grünen Liga. „In den nächsten Wochen wird die Bundesregierung wahrscheinlich eine Kommission berufen, die über den Kohleausstieg beraten soll. Wenn dort als Vertreter der Lausitz nur bisherige Profiteure des Braunkohleabbaus mitreden, entsteht ein verzerrtes Bild. Auch wir Betroffenen und Kritiker der Tagebaue sind Lausitzer und sollten in der Kommission vertreten sein“ fordert Adrian Rinnert vom Bündnis. „Die evangelischen Kirchen in Deutschland werden alles in ihrer Macht stehende tun, um Reduzierung ihres eigenen CO2-Austoßes um 40 Prozent bis 2020 zu erreichen. Und so erwarte ich auch von der Bundesregierung, dass sie alles in ihrer Macht stehende tut, um das Klimaschutzziel 2020 doch noch zu erreichen.“ sagt Hans-Georg Baaske, Leiter des Umweltbüros der Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der als Redner auftrat.

Das Bündnis Strukturwandel jetzt fordert im Verfahren zur Überarbeitung des Braunkohlenplanes eine Verkleinerung des Tagebaufeldes. Stoppe der Tagebau nicht südöstlich der Mühlroser Straße, liegen die Orte Rohne und Mulkwitz nur wenige Meter von der Grubenkante entfernt.

(pm/rw)