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| 02:56 Uhr

Bündnisgrüne fordern Moratorium für präventive Jugendarbeit

Görlitz. Der Jugendhilfeausschuss dürfe vor dem zur Kinder- und Jugendarbeit geplanten Sonderkreistag keine Kürzungen in diesem Bereich umsetzen. So äußert sich Kreisrat Thomas Pilz (Bündnis 90/Die Grünen) in einer Pressemitteilung. red/dh

Wenn am heutigen Donnerstag der Jugendhilfeausschuss zusammentritt, stehen auch Beschlüsse auf der Tagesordnung, die eine Reduzierung der Fachkräfte im Bereich der präventiven Kinder- und Jugendarbeit vorsehen. Damit würde erneut nach 2010 in diesem für die soziale und kulturelle Bildung, ergänzend zu den Erziehungsinstitutionen Familie und Schule, wichtigen Bereich der Rotstift angesetzt, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Begründung für die Kürzungen ließe sich auf sinkende Zahlen im Kinder- und Jugendbereich reduzieren. "Aber auch hier gibt es, ähnlich wie bei Schulen, eine Grenze, die nicht mehr unterschritten werden darf, wenn man nicht eine unendliche Spirale nach unten auslösen will", so Thomas Pilz. "Die Korrekturen der CDU im Schulbereich, wo über ein Moratorium weitere Schließungen verhindert werden, sollten auch für die präventive Kinder- und Jugendarbeit Pate stehen."

Die präventive Kinder- und Jugendarbeit trage wesentlich zur Attraktivität von Lebensräumen für junge Menschen bei. Kürzungen in diesem Bereich würden ihre Wirkung vervielfachen: Das Wegbrechen von Angeboten erzeuge zusätzlich Wegzugdruck und es komme zur Abwanderung von Fachkräften. "Der Kreistag hat mit großer Mehrheit entschieden, im Februar einen Sonderkreistag zu diesen Themen durchzuführen. Mindestens bis dahin sollte der Jugendhilfeausschuss durch Verabschiedung eines Moratoriums keine Kürzungen umsetzen."