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| 14:02 Uhr

Aufgeschnappt
Brody liegt zwischen Wien und Paris

Süßes aus Brody – neun Parks zum Anbeißen.
Süßes aus Brody – neun Parks zum Anbeißen. FOTO: Regina Weiß
Weißwasser/Krauschwitz/Kromlau. Was die RUNDSCHAU-Reporter in dieser Woche aufgeschnappt haben: Wie sich die Grippewelle ausbreitet, ob einem Bäcker irgendwann seine Leckereien zu den Ohren herauskommen und ein süßes Mitbringsel aus Brody.

Nicht nur die Menschen leiden unter der Grippewelle. Anscheinend auch manche Technik. Zum Beispiel der Aufzug in der Stadtbibliothek. Der war am Mittwoch zur Ratssitzung außer Betrieb. Um interessierten Einwohnern, die nicht gut zu Fuß sind, dennoch die Teilnahme zu ermöglichen, standen Kameraden der freiwilligen Feuerwehr bereit, um zu helfen.

Kommen einem Bäcker eigentlich irgendwann die eigenen Leckereien zu den Ohren raus? Maik Mersiovsky aus Weißwasser verneint das. Ihm schmeckt das, was seine Kollegen und er in der Backstube zaubern nach wie vor. „Am liebsten mag ich unsere Pfannkuchen ohne Füllung und wenn sie noch warm sind.“ Da läuft einem doch schon bei der Vorstellung das Wasser im Mund zusammen. Seit zehn Jahren gehört dem fast 34-Jährigen nun schon die Bäckerei an der Ecke Berliner- und August-Bebel-Straße. Und damit das niemandem verborgen bleibt, wurde die Litfaßsäule vor dem Geschäft mit entsprechenden Plakaten beklebt. Eine Idee von seinen Mitarbeitern, Bruder und Freundin. Der Bäckermeister: Überraschung gelungen, danke!

Pfannkuchen II. Vergangenes Wochenende hat der Krausch­witzer Bürgermeister bei der 10. Tourismusmesse in Breslau die Farben der Kommunen aus dem Landkreis Görlitz vertreten, die von Fördermitteln des Projektes Abenteuer Neiße profitierten. Die RUNDSCHAU-Reporterin wollte wissen, ob er denn auch Zeit für einen Bummel durch die herrliche Stadt hatte und dabei die Breslauer Pfannkuchen probiert hat. „Die Messe war eine Messe, aber zum Pfannkuchenessen war keine Zeit.“ Dennoch hätten die Gastgeber auch bei der Ausstellung für gutes Essen gesorgt, sagte Rüdiger Mönch und strich sich über den Bauch. Seine Sekretärin, die das Gespräch verfolgte, schlug sofort vor: Der nächste Ausflug der Mitarbeiter aus der Verwaltung geht nach Breslau.

Bevor die fünf neuen Anlagen im Europäischen Parkverbund Lausitz aufgenommen wurden, gab es eine Pressekonferenz. Dabei wurden etliche Fotoapparate gezückt und Kameras zum Einsatz gebracht. „Die Resonanz übertrifft ja die Aufnahme ins Welterbe“, schätzte Bad Muskaus Parkdirektor Cord Panning ein.

Bei besagter Pressekonferenz frotzelten die polnischen Kommunalpolitiker etwas: Zagan sei mit der Dichte der Denkmäler mit Krakau zu vergleichen, schätzte Bürgermeister Daniel Marchewka ein. Ryszard Kowalczuk, Bürgermeister von Brody (Pförten), hielt noch dagegen: „Dann liegen wir zwischen Wien und Paris, wenn ich die Denkmäler auf pro Kopf der Bevölkerung rechne.“

Etwas ganz Besonderes hatten sich die Gäste aus Brody einfallen lassen. Sie brachten eine große Torte mit, die mit Fotos von allen Parks verziert war: Gartenkunst zum Anbeißen sozusagen. Nach dem Festempfang soll nach RUNDSCHAU-Informationen nur ein kleines Stück übrig geblieben sein.

Die erste Kulturveranstaltung im Kromlauer Schloss war ein voller Erfolg. Das schätzt Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) ein. Er habe die Gelegenheit genutzt und Sänger Gunther Emmerlich gleich noch mal eingeladen. Dabei hatte er die Einweihung der sanierten Rakotzbrücke im Blick. Noack erklärte, Emmerlich soll unter der Brücke singen. „Er kann doch schwimmen“, lautete der passende Einwurf eines Gemeinderates.

(ni/rw)