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Brehm: gute Zuwächse erzielt

Weißwasser.. Trotz der vollkommen ungünstigen wirtschaftlichen Bedingungen hat die Raiffeisenbank-Volksbank Niesky-Weißwasser im Jahr 2002 gute Zuwächse erzielt. (red/ni)


Allerdings hätten die negativen Entwicklungen im Jahresabschluss gewisse Spuren hinterlassen. Dies berichteten die beiden Vorstände der Bank auf der Generalversammlung, die vom Aufsichtsratsvorsitzenden Torsten Bogausch geleitet wurde. Das Grußwort sprach der stellvertretende Landrat Jörg Dreier. Die Raiffeisenbank-Volksbank Niesky-Weißwasser habe sich im vergangenen Jahr zufriedenstellend entwickelt, bilanzierte Vorstand Hubert Brehm. Herausragendes Ergebnis war das Erreichen der 100 besten Volksbanken unter 1500 in Deutschland im Bauspargeschäft.

Zukunft der Bank
Die Bank sehe ihre Zukunft in der engen Verbindung mit den Menschen in der Region und der heimischen Wirtschaft. „Maßgeblich ist nicht die Größe der Bank, sondern ihre Leistungsfähigkeit am regionalen Markt.“ Aus dieser regionalen Verbundenheit heraus bildet die Bank aus und bietet jedes Jahr drei Ausbildungsstellen an. Außerdem finanziert die Raiff eisenbank alle vertretbaren Kreditwünsche aus der Region auch im Handwerk und im Mittelstand.

Bilanzsumme ging zurück
Vorstandsmitglied Gudrun Wollny präsentierte den Geschäftsbericht. Demnach ging die Bilanzsumme um 2,1 Prozent auf 144,5 Millionen Euro zurück. Dies ist zwar mehr als der Durchschnitt im Verband, liegt jedoch im Rahmen der ostsächsischen Entwicklung, hieß es.
Ebenfalls rückläufig um 3,7 Prozent waren die ausgereichten Kredite. Die betreuten Einlagen der Kunden blieben mit fast 130 Millionen Euro trotz schlechter Börsenlage stabil. Die Ertragslage konn te bei gleich gebliebenen Personal- und Sachkosten deutlich gesteigert werden. Das Ergebnis vor Steuern von 240 000 Euro bilde eine zufriedenstellende Basis für eine weiter positive Entwicklung, so Wollny.
Die Bank zählt 3594 Mitglieder, die sich über eine Dividende von 5,5 Prozent freuen können, sowie 56 Mitarbeiter in zwölf Geschäftsstellen. Die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder Torsten Bogausch und Gerd-Dieter Ulbrich wurden einstimmig wiedergewählt. Zum Abschluss der Generalversammlung erfolgte die Verabschiedung von Gudrun Wollny, die in über 45 Jahren die Geschicke der Bank an entscheidender Stelle mitgeprägt hat. Vom Genossenschaftsverband Sachsen wurde die Ehrennadel in Gold überreicht.

Neuer Vorstand
Seit 2. Juli ist Rüdiger Hardt als weiteres Mitglied im Vorstand der Raiffeisenbank-Volksbank. Der Aufsichtsrat bestellte den 44-Jährigen ab sofort als Nachfolger von Gudrun Wollny. Er war 17 Jahre bei der Wiesbadener Volksbank im Bereich der Innenrevision und dem Rechnungswesen tätig. 1996 zog er nach Sachsen und wechselte als Verbandsprüfer zum Genossenschaftsverband. Im Jahr 2000 übernahm Rüdiger Hardt eine leitende Tätigkeit in der Volksbank Westlausitz mit Generalvollmacht. Nach der Fusion mit der Volksbank Bautzen vor einem Jahr war er dort als Bereichsleiter Unternehmensservice/Finanzen zuständig.