Das OVG hatte im Frühjahr entschieden, dass den Tagebau-Gegnern kein Klagerecht gegen den sogenannten Braunkohleplan zustehe. Klagen könnten sie allenfalls gegen spätere Betriebspläne. Diese OVG-Entscheidung wollen die Kläger nun in Leipzig anfechten.

Bei einer Umsetzung der Pläne für Nochten II müssten rund 1600 Menschen umgesiedelt werden. Der Vattenfall-Konzern, der Nochten betreibt, hat die Vorbereitungen nach einem Strategiewechsel jedoch unterbrochen. Stattdessen suchen die Schweden derzeit nach einem Käufer für ihre Braunkohlesparte.

Die Umweltschützer hoffen auf den endgültigen Stopp des Projektes - entweder politisch oder gerichtlich. Braunkohle sei für das Klima ein Desaster, erklärte der BUND-Landesvorsitzende Felix Ekardt.