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Brauerei kann besichtigt werden

Die Brauerei wird zum Tag des offenen Denkmals am 10. September der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Brauerei wird zum Tag des offenen Denkmals am 10. September der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. FOTO: Christian Köhler
Bad Muskau. Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) ist schon jetzt voller Vorfreude auf den 10. September. Christian Köhler / ckx

"Am Tag des offenen Denkmals können sich Bad Muskauer und ihre Gäste die Brauerei von innen ansehen", sagt Bänder, der selbst vor der Schließung des Gebäudes vor mehr als 25 Jahren noch darin arbeitete. Allerdings sei der Zustand des Hauses, das der Freistaat 2016 erwarb, "erschreckend". Norbert Seibt, Niederlassungsleiter Staatsbetrieb Immobilien- und Bauaufgaben (SIB), erklärt, "dass es nun unsere Aufgabe ist, das Gebäude entsprechend zu sichern, Treppen hineinzuziehen und es den Leuten zu zeigen". Zudem soll ein Nutzungskonzept für die Brauerei erarbeitet werden. Gleiches gelte für das Kavaliershaus, "wobei dann wohl mehr als eine Million Euro 2018 in Bad Muskau investiert wird", so Seibt.

2017 ist dies aber nicht das einzige Vorhaben, was bis Jahresende die Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" in ihren Büchern zu stehen hat. Immerhin sollen 2,9 Millionen Euro im Park investiert werden. "Am Marstall und im Obergeschoss des Neuen Schlosses wird die Raumakustik verbessert", erklärt Norbert Seibt. Ferner sollen im Schlosspark die Herrmannsneiße sowie der Eissee entschlammt werden. Damit müsse aus Naturschutzgründen jedoch bis zum Herbst gewartet werden. Am Dominium wurden laut Andreas Bänder ein Nebengebäude abgerissen und die Giebelseite stabilisiert.

Die größten Investitionen allerdings sind für den Badepark vorgesehen. "Wir schreiben das Konzept für neue Medienverlegungen und für die Wegeführung weiter", berichtet Parkleiter Cord Panning. Es wurde zuletzt 2007 angepasst und müsse dem technischen Fortschritt sowie der veränderten Struktur - allein der neue Waldeisenbahn-Bahnhof bringe mehr Touristen in den Badepark - angepasst werden.

Ferner werden gegenwärtig die Villen im Badepark umfangreich saniert. "In der Villa Bellevue entstehen acht Wohnungen", sagt Panning. Geplant sei, dass das Haus bis Mitte 2018 bezugsfertig ist. Bei der Villa Pückler sei es für die SIB das erklärte Ziel, bis zum Wintereinbruch das Haus abzudichten. "Dann können wir auch bei Kälte den Innenausbau vorantreiben", ist sich Norbert Seibt sicher. Wenn 2018 das Gebäude fertiggestellt ist, soll eine Ausstellung gezeigt werden. "Die widmet sich dann Pückler und Machbuba, die der Fürst aus Äthiopien nach Bad Muskau brachte", ergänzt Cord Panning.

Zum Thema:
Laut Stiftungsrat soll die polnische Parkverwaltung mit ihren 13 Mitarbeitern künftig in der Baumschule untergebracht werden. Dafür müssen allerdings noch die Gebäude errichtet werden. Zudem werden im Herbst umfangreiche Baumfällungen vorgenommen, um die historischen Baumgruppen wieder sichtbar zu machen. Darüber hinaus wird das größte der drei Viadukte umfangreich saniert. ckx