(pm/rw) Wer am Samstag, 13. April, eine rote Fahrzeugkolonne Bad Muskau ansteuern sieht, der sollte sich nicht sorgen. Es ist kein Großbrand, sondern eine geplante Übung. Darauf weist Dirk Enax, Sachbearbeiter Brand- und Katastrophenschutz im Rathaus Bad Muskau, hin. Hintergrund ist das seit Frühjahr 2018 laufende Interreg-Projekt „Feuerwehrleute im sächsisch-polnischen Grenzgebiet mit einer innovativen Rettungs- und Löschausrüstung bedeuten Schutz für eine sich entwickelnde Wirtschaft und wirken dem Migrationsproblem der Bevölkerung entgegen“. Neben der Parkstadt und der Stadt Leknica sind Lubsko und Zary-Land sowie Gablenz involviert. Als Leadpartner des Projekts fungiert die Landeshauptkommandantur der staatlichen Feuerwehr in Gorzow Wielkopolski. Neben der Beschaffung von Löschfahrzeugen mit einer innovativen Druckluft-
schaumanlage sind auch 13 gemeinsame Übungen, Schulungen und Konferenzen im Projektzeitraum bis 2020 geplant.

Bad Muskau führt nun ihre zweite und somit insgesamt die fünfte Großübung im Projekt mit 70 Teilnehmern zum Thema „Umpumpen und Transport von Wasser beim Brand eines Waldkomplexes“ durch. Nach der Begrüßung der Teilnehmer und der Einweisung der Führungskräfte in die Übung erfolgt gegen 10.15 Uhr die scharfe Alarmierung der Einsatzteilnehmer, welche im Vorfeld bei der integrierten Rettungsleitstelle Ostsachsen in Hoyerswerda angemeldet ist.

Die Einsatzanfahrt ist dann vom Parkplatz Eiland im Konvoi unter Sondersignal bis zum Übungsobjekt im Stadtwald am verlängerten Amselweg geplant.

Das für die Übung benötigte Löschwasser wird mittels Pendelverkehr mehrerer Tanklöschfahrzeuge des Katastrophen-Löschzuges „Waldbrand“ vom Landkreis Görlitz von der Wasserentnahmestelle am Lindenhof bis zum Einsatzort gebracht. Keine Sorge: Auch wenn es qualmt, der Brand wird mittels Nebeltöpfen realitätsnah simuliert.