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Brandenburg und Sachsen vollziehen Schulterschluss in Weißwasser

Stanislaw Tillich (CDU) und Dietmar Woidke (SPD) stellen sich den Fragen der Medienvertreter in Weißwasser.
Stanislaw Tillich (CDU) und Dietmar Woidke (SPD) stellen sich den Fragen der Medienvertreter in Weißwasser. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Stanislaw Tillich (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), haben am Donnerstag in der Weißwasseraner Eisarena mit der Lausitzrunde diskutiert. Zusammen wollen sich die Länder mit den vom Kohleausstieg betroffenen Kommunen und Landkreisen der Lausitz stark machen. Vor allem bei der Verbesserung der Infrastruktur müsse angesetzt werden, hieß es. ckx

Gemeinsam wollen sich die Länder Sachsen und Brandenburg für die Lausitz und den bevorstehenden Strukturwandel durch den Ausstieg aus der Braunkohle stark machen. "Das Problem für die Lausitz ist auch das Problem für die Bundesregierung", sagt Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Dietmar Woidke wiederum betont, man habe nun konkrete Projekte, die man an die Bundesregierung herantragen wolle. "Entscheidend ist die Energiekompetenz der Region, die auch in der Zukunft eine Rolle spielen muss", so Woidke. Beide sehen aber auch die Bundesregierung in der Verantwortung. "Dem Bund muss klar werden, dass es dabei auch um finanzielle Unterstützung für die Lausitz gehen muss", unterstreicht Stanislaw Tillich.

Die kommunalen Vertreter der Lausitzrunde sehen sich indes bestätigt. "Wir fühlen uns gestärkt darin, dass wir gemeinsam als Bürgermeister und Landkreise zusammengeschlossen haben und unsere Probleme der EU, dem Bund und den Staatsregierungen immer wieder geschildert haben", sagt Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) der RUNDSCHAU.

Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) als Gastgeber und sächsischer Sprecher der Lausitzrunde ist froh, nun "endlich feste Ansprechpartner in den Wirtschaftsministerien der Länder Sachsen und Brandenburg zu haben". Für Brandenburg ist dies Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie Hendrik Fischer (SPD) und für Sachsen Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Mangold.