Eigentlich sollte es ein Festakt werden. Für die Feuerwehr in Skerbersdrof wie auch andernorts fiel dieser aber wegen Corona aus. Wie so vieles. Dennoch haben die Kameraden der Feuerwehr ein neues Fahrzeug an der Feuerwehrschule in Nardt abgeholt. „Es ist schon ein wenig schade, dass alles so still abgelaufen ist“, konstatiert der Krauschwitzer Bürgermeister Tristan Mühl (Freie Wähler).

Das neue Tanklöschfahrzeug TLF 4000 der Skerbersdorfer Ortswehr verfügt über einen Allradantrieb für die Bekämpfung von Waldbränden, hat ein 4500 Liter Fassungsvermögen für Löschwasser, informiert das Sächsische Innenministerium. Insgesamt sind zehn Feuerwehren in Ostsachsen mit neuen Fahrzeugen ausgestattet worden. So auch Rietschen, Schleife und Mulkwitz. Insgesamt hat der Freistaat rund 7,6 Millionen Euro in die neue Fahrzeugflotte investiert.

Skerbersdorfer Bürgermeister schätzt Gerätehauskosten auf 850 000 Euro

In Skerbersdorf ist zwar die Freude groß, allerdings gibt es auch ein Problem. Darauf ist schon während einer Ratssitzung im vergangenen Jahr hingewiesen worden. Das neue TLF passt nämlich nicht bequem in das Gerätehaus. „Wir haben in Absprache mit dem Landkreis dazu die Zufahrt geändert“, erklärt der Bürgermeister. Damit ist die Zuwegung für das Fahrzeug zunächst übergangsweise gesichert.

Und übergangsweise deshalb, weil die Skerbersdorfer Wehr ein neues Gerätehaus – direkt hinter dem bestehenden – erhalten soll. Die Gemeinde, so erklärt der Bürgermeister, habe dies bereits in den Haushalt, der aller Voraussicht nach Ende April beschlossen werden soll, eingearbeitet. „Wir gehen von Kosten von rund 850 000 Euro aus“, sagt Tristan Mühl.