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| 08:29 Uhr

Feuerwehr im Einsatz
Brand in Einfamilienhaus in Bad Muskau

Die Feuerwehrleute reißen Ziegel herunter, um mit dem Wasser unter das Dach zu kommen.
Die Feuerwehrleute reißen Ziegel herunter, um mit dem Wasser unter das Dach zu kommen. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau . Freitag sind die Bad Muskauer mit der Sirene geweckt worden. Die Ursache für das Feuer ist unklar.

Die schwarze Rauchwolke ist am Freitag schon von Weitem zu sehen gewesen. Sie stieg von einem Einfamilienhaus in der Jahnstraße in Bad Muskau auf. Das Gebäude stand beim Eintreffen der Retter bereits lichterloh in Flammen, meldet die Polizeidirektion Görlitz. 5.40 Uhr war der Alarm ausgelöst worden. 68 Feuerwehrkameraden aus Bad Muskau-Stadt, Köbeln, Weißwasser, Krausch­witz-Ost und West sowie Kromlau und Gablenz wurden an die Brandstelle beordert. Polizei und Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort. Neben der Wasserzufuhr über den Hydranten wurden die Tanker von Krauschwitz-Ost und Weißwasser für die Löschwasserversorgung genutzt.

Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) hatte sich selbst ein Bild vom Einsatzgeschehen gemacht und auch Frühstück für die Kameraden organisiert. „Wirklich schlimm“, so sein Kommentar zu dem Schicksalsschlag. Die junge Familie wollte nach seinen Angaben in 14 Tag in das Haus einziehen. Bisher war dort über längere Zeit saniert und renoviert worden. Der Stadtchef hat ihnen Hilfe angeboten. „Nun müssen wir sehen, ob sie auf uns zukommen“, so Bänder.

Mit einer Wärmebildkamera haben sich die Kameraden am Freitag auf die Suche nach Glutnestern begeben. Dafür wurden Dachziegel und die Dämmung entfernt. 11.50 Uhr konnte Stadtwehr- und Einsatzleiter Andreas Haertel den Einsatz beenden. 35 Atemschutzgeräteträger waren vor Ort und kamen teilweise mehrfach zum Einsatz. Aufgrund des Feuers und der Umgebungstemperatur war es laut Haertel eine Extremsituation für die Einsatzkräfte.

Warum das Feuer entstanden war, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache. Ein Experte wird den Brandort auf Spuren untersuchen. Der Sachschaden lag bei mehreren zehntausend Euro, schätzt die Polizei ein.

Übrigens war auch die Feuerwehr Bad Muskau Freitag doppelt gefordert. Vor dem Hausbrand war sie zur Beseitigung eines Sturmschadens auf der Berliner Chaussee gerufen worden. „Noch vor dem Alarm haben wir den Rauch gesehen“, so Andreas Haertel.

(rw)