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| 12:30 Uhr

Boxberg
Boxberger Grundschüler zünden ein Trommelfeuer

Begeistert sind die Jungen und Mädchen in Boxberg bei der Sache. Sie trommeln lautstark gemeinsam und singen natürlich auch mit.
Begeistert sind die Jungen und Mädchen in Boxberg bei der Sache. Sie trommeln lautstark gemeinsam und singen natürlich auch mit. FOTO: Regina Weiß / LR
Boxberg. 138 Kinder trommeln gemeinsam mit dem Musiker Mario Argandona - ein ganz tolles Erlebnis in Boxberg. Von Regina Weiß

Das hat es in Boxberg bisher noch nicht gegeben: 141 Trommeln geben in der Turnhalle hinter der Schule am Donnerstagabend den Ton an. An den Musikinstrumenten sitzen 138 Mädchen und Jungen der Grundschule, Lehrer und Mario Argandona. Der Musiker ist voll in seinem Element, er „turnt vor“, singt mit und gibt die Einsätze vor. Kein Wunder, der gebürtige Chilene hat 35 Jahre Bühnen-Erfahrung, hat bei BAP, den Scorpions und bei anderen namhaften Bands gespielt und bisher mehr als 700 Trommelprojekte mit Tausenden Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Das Trommeln hat nämlich sein Gutes: Es fördert den Zugang zur Musik, die Bewegungskoordination, die Konzentrationsfähigkeit und letztlich auch das Selbstbewusstsein der kleinen Dartsteller.

In Boxberg führt Argandano die Geschichte vom Trommelstern auf. Dafür hat er drei Tage mit den Kindern geübt. „Eigentlich waren es nur Stunden. Dass, was die Kinder leisten, ist fantastisch“, schätzt er nach dem Auftritt ein. Vorher hatten eine Dreiviertelstunde die Trommeln das Sagen. Sie geben den Rhythmus vor und erzählen eine Geschichte: Trommelinho ist erschrocken und besorgt, denn eigentlich hat jedes Kind seinen Trommelstern, der ihn begleitet und beschützt und mit voller Kraft leuchtet. Doch irgendetwas stimmt mit denen nicht. Trommelinho macht sich mit den Kindern auf die Suche nach einer Erklärung. Dabei schlüpfen die Schüler in Rollen von Eisbären, Uhus, Schmetterlingen und Mäusen.

Am Ende wird alles gut, der Sternenstaub fliegt über alle Kinder. Paulina und Hanna, beide aus der 4a, sind begeistert von dem Projekt. „Uns hat es sehr gut gefallen“, sagen sie unisono der RUNDSCHAU.

Begeistert ist auch Schulleiterin Angela Frenzel. „So etwas wie heute habe ich noch nicht erlebt“, sagt sie. Sie freut sich, zur Abschlussaufführung zahlreiche Eltern plus Großeltern in der Turnhalle begrüßen zu können. „So viele waren es noch nie.“ Und die Zuschauer sind ebenfalls hin und weg. Nicht nur, das pausenlos gefilmt und geknipst wird, gibt es am Ende viel Applaus und Jubelrufe.

Nur gut, dass eine Mutter das Team der Trommelwelt bei der Kur erlebt hatte. Ihr Tipp fiel sozusagen bei den Lehrern auf fruchtbaren Boden. Das Ganze unterstützte schließlich die Gemeinde Boxberg, die für das Projekt auch Fördermittel bekommen hat.

Zum Schluss der Aufführung in Boxberg verteilen die Trommelsterne ihren goldenen Staub – das Happy End einer Geschichte mit Eisbären, Uhus, Schmetterlingen und Mäusen.
Zum Schluss der Aufführung in Boxberg verteilen die Trommelsterne ihren goldenen Staub – das Happy End einer Geschichte mit Eisbären, Uhus, Schmetterlingen und Mäusen. FOTO: Regina Weiß / LR