ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:38 Uhr

Schule
Boxberger gehen unter die Filmemacher

Das Filmteam der Freien Schule Boxberg ist stolz auf seinen ersten gemeinsamen Streifen.
Das Filmteam der Freien Schule Boxberg ist stolz auf seinen ersten gemeinsamen Streifen. FOTO: M. Stenzel
Boxberg. Ein Streifen der Freien Schule setzt sich mit Mobbing auseinander. Er läuft auch bei Wettbewerben.

Dass die Schüler der Freien Oberschule Boxberg sich als Schauspieler versuchen, davon konnten sich die Zuschauer schon bei manchen Theateraufführungen in der Schule oder im Theater im Ohr am Bärwalder See überzeugen. Jetzt sind sie aber auch unter die Filmemacher gegangen. Und ihr Erstlingswerk soll keine Eintagsfliege bleiben.

„Sorry“ heißt der Kurzfilm, der nun bei mehreren Wettbewerben eingereicht und auch bei den meisten zugelassen wurde. Außerdem wurde der Film bereits der gesamten Schule vorgestellt. Mit dem Film, dessen Titel auf Deutsch Entschuldigung heißt, haben sich die Jugendlichen einem wichtigen Thema gestellt. Es geht um Mobbing, aber auch um das Verzeihen.

Die Idee dafür hatte Maxi Reimann aus der zehnten Klasse. Das Mädchen aus Reichwalde sprach Maximilian Stenzel an. Der Klittener hat im vergangenen Jahr seinen Abschluss an der Schule gemacht und überbrückt die Zeit bis zur Aufnahme seines Studiums als Bufdi. Stunden für den Bundesfreiwilligendienst leistet er sowohl in der Freien Schule als auch im Kindergarten. Da Maximilian Schauspieler werden will und ab Sommer bei der Theaterakademie Vorpommern seine Ausbildung startet, musste er nicht lange von der Filmidee überzeugt werden.

Es begann eine etwas stressige Zeit. Nicht nur, dass das Drehbuch verfasst werden musste, mussten doch auch Darsteller gefunden werden, galt es Drehort und -technik zu besorgen und, und, und. „Wir wollten diesen Film unbedingt“, nennt Maximilian Stenzel die Hauptmotivation der ganzen Truppe. Dazu gehörten Damaris Mevius, Philipp Weigert, Augustin Stenzel, Eric Hein und Paul Schöbel – manche in Doppel- und Dreifachfunktion. Gemeinsam zogen sie an einem Strang, um eben auch zu zeigen, dass ihnen die Aussage des Streifens wichtig ist: nicht Probleme zu einem Haufen anwachsen lassen, sondern darüber offen von Angesicht zu Angesicht reden. Dafür soll die Geschichte sprechen. Sie ist mittlerweile nicht nur in der Schule präsentiert worden, sondern hat beim Vidoekanal Youtube Hunderte Klicks. „Der Film funktioniert. Er ist überzeugend. Das macht uns schon ein bisschen stolz.“ Das i-Tüpfelchen wäre natürlich ein Erfolg bei einem der Wettbewerbe. Doch da hält Maximilian Stenzel den Ball flach. „Wir wissen, dass wir nicht perfekt sind, für uns war der Film aber gut so. Und von der Teilnahme an den Wettbewerben versprechen wir uns eins: Wir wollen Erfahrungen sammeln, etwas lernen.“

Deshalb geht es mit dem Filmemachen auch weiter. Im April soll der zweite Streich folgen. Diesmal wird es ein lustiger Film, verrät der Klittener.

Nicht nur die Genrerichtung wird sich ändern. Außerdem will sich Maximilian Stenzel eins nicht mehr antun: Regie führen und eine Hauptrolle spielen. Das sei wahrlich eine Herausforderung gewesen, zwischen diesen beiden Funktionen hin und her zu switchen.

(rw)