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| 17:50 Uhr

Baustelle
Boxberg verzichtet auf 20 Meter lange Rampe

Obwohl das Gerüst noch steht, sieht der Außenstehende, dass sich die Fassade des Schulgebäudes erheblich verändert hat.
Obwohl das Gerüst noch steht, sieht der Außenstehende, dass sich die Fassade des Schulgebäudes erheblich verändert hat. FOTO: Regina Weiß
Boxberg. Die Bauarbeiten am barrierefreien Begegnungszentrum befinden sich im Schlussspurt.

Der Eröffnungstermin für das barrierefreie Begegnungszentrum in Boxberg war mit dem 13. August schon mal ganz konkret benannt worden. Doch die offizielle Übergabe samt Einweihung verschiebt sich, hatte Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU) jüngst seinen Gemeinderäten mitgeteilt.

Nach RUNDSCHAU-Informationen ist nun von Anfang Oktober die Rede für den feierlichen Akt. Grund dafür ist der fehlende Außenlift, der schließlich ganz wichtig ist, soll das Gebäude, in dem sich auch die Freie Oberschule befindet, für gehbehinderte Menschen erreichbar sein.

Dabei war nicht immer von einem Lift die Rede. Denn der Auftrag für den Bau einer Rampe an der Treppe unterhalb der Aula war bereits vergeben worden. Doch zwischenzeitlich erfolgte ein Umdenken. Nicht nur, dass die 20 Meter Rampe, die gebraucht wird, um einen Höhenunterschied von 1,50 Meter zu überwinden, nicht schön ausgesehen hätte, hätte sie möglicherweise einer Sanierung der Aula im wahrsten Wortsinn im Wege gestanden. Nun kann die Außenliftanlage bei einer Bautzener Firma bestellt werden, entschieden die Räte im Technischen Ausschuss. Die Technik kostet rund 23 000 Euro. Laut Bauamtsleiterin Cortina Kokles beträgt die Lieferzeit acht bis zehn Wochen.

Derweil laufen die Arbeiten im Gebäude auf Hochtouren, um die Fertigstellung zum Schuljahresbeginn am 13. August zu gewährleisten. Bodenbelags- und Malerarbeiten, Elektroinstallationen und die Fertigstellung der Fassade stehen jetzt an. Außerdem muss noch der Einbau der Raffstoreanlage stattfinden.

Die Bauarbeiten haben in den vergangenen Monaten den Schulbetrieb schon erheblich belastet. Deshalb ist die Freude von Lehrern und Schülern groß, nach den Ferien diese Einschränkungen nicht mehr zu haben.

Die Errichtung eines barrierefreien Begegnungszentrums war schon vor dem Start eine Herausforderung. Mit vitale Dorfkerne, Brücken in die Zukunft und Leader zapft die Kommune drei Förderprogramme an, um das Millionen-Projekt überhaupt realisieren zu können.