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Boxberg und Leag – wie geht es zukünftig weiter?

Die Leag betreibt ihr größtes Kraftwerk in Boxberg.
Die Leag betreibt ihr größtes Kraftwerk in Boxberg. FOTO: rw
Boxberg. Anfang März kommt Dr. Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzender der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag), nach Boxberg. Regina Weiß

Das bestätigt Bürgermeister Achim Junker (CDU) der RUNDSCHAU auf Nachfrage. Die Gemeinde hatte ihm im neuen Jahr einen Brief geschrieben. Im Gespräch soll es darum gehen, wie sich die weitere Zusammenarbeit zwischen Kommune und Energiekonzern gestalten kann. Laut Junker fange das bei den Gewerbegebieten an und höre bei der Vereinsförderung auf.

Das Thema Zusammenarbeit mit Leag war auch in der Januarsitzung des Gemeinderates thematisiert worden. Gemeinderat Horst Jannack gab zu, sehr aufmerksam Zeitung gelesen zu haben. Dabei war ihm aufgestoßen, dass zum Beispiel Weißwasser und Rietschen Verträge mit dem Energiekonzern abgeschlossen hatten. Diese waren unter dem Nachfolger Leag verlängert worden. Boxberg habe dagegen im neuen Jahre ein altes Problem: ein Finanzierungsproblem. "Was tun wir, um mit Leag einen Vertrag abzuschließen?", stellte Jannack die Frage in den Raum. Dabei ließ er auch das Argument nicht als solches gelten, Boxberg habe genug Gewerbesteuer bekommen. Diese sei kein Geschenk. "Das ist alles gesetzlich geregelt." Jannack wollte verhindern, dass Boxberg bei der Unterstützung wieder außen vor bleibe. "Es geht darum, dass wir einen bestimmten Ausgleich erfahren." Nochtens Ortschaftsratsvorsitzender Mario Weier gab nur zu bedenken, dass Ortsteile wie Reichwalde, Nochten und Sprey auch in den zurückliegenden Jahren Unterstützungen vom Energieunternehmen bekommen haben.