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| 02:47 Uhr

Boxberg startet neuen Anlauf

Boxberg. Die Klittener Ortswehr braucht dringend ein neues Fahrzeug. Die Hoffnung auf EU-Fördermittel ist geplatzt. Jetzt soll der Landkreis Görlitz helfen. REgina Weiss

Um der Feuerwehr im Ortsteil Klitten endlich zu einem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug - kurz HLF 10 - zu verhelfen, unternimmt die Gemeinde Boxberg nun einen neuen Anlauf. Am Montagabend wurde deshalb ein einstimmiger Grundsatzbeschluss gefasst.

Er soll nun der erste Schritt sein, um über den Landkreis Görlitz an Fördermittel des Freistaates zu gelangen.

Eigentlich war für die Anschaffung dieses Fahrzeugs ursprünglich ein anderer Weg vorgesehen, doch da haben andere der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung gemacht.

"Drei bis vier Jahr steht das Ganze schon auf der Tagesordnung", erinnerte Bürgermeister Achim Junker (CDU) an den langwierigen Prozess. Über das deutsch-polnische EU-Förderprojekt sollte der große Wurf gelingen. Nicht nur Boxberg wartete auf grünes Licht, sondern weitere 17 Gemeinden auf beiden Neißeseiten. In der Vorbewertung stand das Boxberger Vorhaben noch auf Platz eins. In der alles entscheidenden Sitzung des so genannten Begleitausschusses fiel es dann durchs Raster. Warum und weshalb, das wollen die Boxberger nun genau wissen.

Über die Landtagsabgeordnete der Grünen, Franziska Schubert, läuft eine kleine Anfrage bei der Landesregierung. Denn zwei Ministerien des Landes, die Vertreter in besagtem Ausschuss entsandt haben, sollen erklären, warum sie nein gesagt haben, kündigt Hauptamtsleiter Arian Leffs den Vorstoß an.

Unabhängig von diesem ganzen politischen Hickhack sei es Fakt, dass der Robur LO der Feuerwehr Klitten nicht mehr zeitgemäß und auch nicht mehr zumutbar ist. Gleichzeitig soll mit dem neuen Fahrzeug auch der Vorrüstwagen ersetzt werden.

"Die Förderung des Landkreises ist uns sicher", so Junker. Diese fällt allerdings geringer aus, als es beim EU-Fördertopf gewesen wäre. Die Gemeinde Boxberg plant mit einem Festbetrag von 180 000 Euro als Zuschuss.

In der Prioritätenliste des Kreises steht das Vorhaben auf Platz drei. Im Haushalt wird die Neuanschaffung ebenfalls eingeplant. Die Gemeinde rechnet mit Gesamtkosten von rund 380 000 Euro, hieß es am Montagabend während der Ratssitzung.