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| 17:57 Uhr

Boxberg
Boxberg spart bei Schwimmstegen

Boxberg. Die Gemeinde reduziert teilweise ihren Eigenanteil. Die Gesamtinvestition beträgt eine Million Euro. Von Torsten Richter-Zippack

Im Klittener Hafen des Bärwalder Sees sollen zwei weitere, jeweils 90 Meter lange Seitenstege an den bereits vorhandenen Hauptsteg geliefert und montiert werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, ein Funktionsgebäude auf der in den Hauptsteg integrierten Plattform zu errichten. Die Vollendung ist zum 30. Juni 2019 geplant. Jetzt hat der Boxberger Gemeinderat Bürgermeister Achim Junker (CDU) beauftragt, mit den Bergbausanierern von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) die entsprechenden Verträge zu schließen. Die Kommune gilt als Folgenutzerin. Dabei geht es vor allem um die Finanzierung.

„Unser Ziel war es, den Eigen­anteil von bisher 20 auf zehn Prozent zu reduzieren“, erklärt Roman Krautz von der Gemeinde Boxberg. Das habe teilweise auch geklappt. Insbesondere seien Einsparungen bei Planungskosten sowie beim Funktionsgebäude erreicht worden. So sei der Eigenanteil etwas gesunken. Die Boxberger müssen rund 218 000 Euro für die Schwimmstege zahlen. Die Gesamtinvestition beläuft sich laut LMBV auf über eine Million Euro. Für das Funktionsgebäude fallen für die Kommune rund 45 000 Euro an, insgesamt kostet es gut 448 000 Euro.

Gemeinderat Michael Andres (CDU) will wissen, ob in die Summen auch der Schutz vor möglichen Naturkatastrophen eingerechnet sei. Schließlich hatte ein starker Sturm erst im vergangenen Winter den Steg mit dem Leuchtturm massiv in Mitleidenschaft gezogen. Und erst jetzt wurde bekannt, dass sich im Klittener Strandabschnitt bislang nicht bekannte Untiefen befinden. „Wir müssen dabei den Fachleuten von der LMBV vertrauen“, sagt Roman Krautz. Er selbst habe weniger Angst um die zu bauenden Anlagen im Hafenbereich als um den benachbarten Wellenbrecher, der die volle Wucht von Sturm und Wasser abbekommt.