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Boxberg sagt Ja zum Straßenausbau in Dürrbach

Boxberg. Die Straße Am Waldessaum im Boxberger Ortsteil Dürrbach wird ausgebaut. Das hat der Gemeinderat in seiner Juni-Sitzung beschlossen. rw

Das Vorhaben kostet rund 415 000 Euro. Die Entscheidung für diese Investition ist bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme gefallen.

Vor allem Gemeinderat Horst Jannack (Die Linke) hat wieder einmal den Finger in die (Haushalts-)Wunde gelegt und die Gemeindeverwaltung plus die Räte zu noch mehr Sparsamkeit aufgefordert. Bei Investitionen müsste man sich einfach die Frage gefallen lassen, ob sie zu diesem Zeitpunkt unbedingt notwendig seien. Schließlich sei man 2013, als das Vorhaben Straßenausbau angegangen wurde, noch von ganz anderen Bedingungen ausgegangen. Sicherlich habe die Straße an einigen Stellen Probleme, "aber sie ist einwandfrei befahrbar", merkt Jannack an. Andere in der Gemeinde würden wesentlich schlechter aussehen, so die Schulstraße in Uhyst. "Wo wollen wir dafür die Mittel hernehmen?", fragt er. Schließlich durchforstet die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH (KEM) die Gemeinde. Und die hat laut Jannack noch mal klargestellt, dass die Liquidität der Kommune nicht sicher ist und Kredite für Investitionen braucht. "Wir müssen unsere Mittel zusammenhalten und nur ausgeben, wo es zwingend notwendig ist", so der langjährige Gemeinderat.

Bürgermeister Achim Junker (CDU) hält dagegen. Sicherlich sei die Lage nicht einfacher. "Wir können doch aber nicht alles auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben", so das Gemeindeoberhaupt. Dann werde die Kommune irgendwann mal von dem erschlagen, was liegen geblieben ist. "Man kann sich auch kaputt sparen", schiebt Junker noch hinterher.

Auch Gemeinderat Frank Müller (CDU) ist dafür, dass die Straße jetzt angepackt wird. Schließlich laufe bei Regen das Wasser auf Grundstücke und Keller und so könne es nicht weitergehen. "Jetzt haben wir das Geld noch", merkt der Reichwalder an.

Das Niederschlagswasser macht auf der 700 Meter langen Straße tatsächlich Probleme. Bei Starkregen sucht es sich seinen eigenen Weg. Deshalb ist auch eine Straßenentwässerung geplant, so Bauamtsleiterin Cortina Kokles. Die Straße selber hat Risse und Spurrinnen und beschädigte Fahrbahnränder. Gebaut wird mit Fördermitteln.

Übrigens ist auch die Schulstraße in Uhyst von der Gemeinde nicht vergessen worden. Über das Bauvorhaben soll der Rat im Juli entscheiden.