ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:31 Uhr

Boxberg geht für Jasua in Vorkasse

Mit 124,80 Meter über NN konnte der Bärwalder See vor wenigen Tagen einen neuen Höchstwasserstand vermelden. Es wird weiter an der Erschließung des Sees gearbeitet. Von Regina Weiß

Die Bestmarke vom Februar hat der Bärwalder See im März um weitere 40 Zentimeter übertroffen. Wie Boxbergs stellvertretender Bürgermeister Siegfried Trompelt erklärte, sei der See damit nur noch wenige Zentimeter von der obersten Staulamelle - 125 Meter über NN - entfernt. Allerdings würden nun vonseiten der LMBV Überlegungen laut, so Trompelt weiter, die Einleitung aus der Spree in den Bärwalder See zu drosseln. Hintergrund ist, dass de zwei natürlichen Zuläufe - Dürrbacher Fließ und Schulenburgkanal - nicht regulierbar seien und eine Ableitung aus dem Bärwalder See noch nicht möglich ist.Nach der langen Winterpause haben laut Siegfried Trompelt die Arbeiten an der äußeren Erschließung im Bereich Boxberg und Klitten wieder durch die bauausführenden Betriebe - Nadebor und STB See - begonnen. "Zielstellung bleibt trotz der langen Winterpause die Fertigstellung beider Bereich zum 30. April dieses Jahres", so Trompelt.Um das künftige Gebiet Klitten-Jasua mit Strom versorgen zu können, hatten die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung über einen Erschließungsvertrag mit der Enso Netz GmbH zu befinden. Für die Umsetzung dieser Baumaßnahme geht die Gemeinde Boxberg mit 329 154 Euro in Vorkasse. Später werden diese Kosten auf die einzelnen Grundstücke umgelegt. Derzeit gebe es dort aber noch keine potenziellen Anschlussnehmer, erklärte Bauamtsleiterin Cortina Kokles. "Das Ganze soll so schnell wie möglich passieren", erklärte Gemeinderat Horst Jannack. Doch seine Ratskollegen hatten mit Details schon noch ihre Probleme. So wollte Karsten Mehrfort wissen, auf welcher Grundlage der Vertrag geschlossen werde: "Nicht, das die Leistung am Ende nicht reicht. Und dann hält das Unternehmen bei Nachbesserung nicht nur eine, sondern beide Hände auf." Cortina Kokles erklärte, dass die Grundlage für den Vertrag der Zweckverband Bärwalder See gelegt habe.Ebenfalls wurde der Termin nachgefragt. Hier hieß es vonseiten der Verwaltung, dass nach der Vertragsunterzeichnung das Unternehmen den Bau erst ausschreiben müsse, ein Termin deshalb noch nicht genannt werden könne. Der Klittener Gemeinderat Achim Junker unterstrich, dass ohne Strom das Vorhaben Jasua zur Investruine würde. Letztendlich konnten sich die Räte darauf verständigen, dem Vertrag zuzustimmen. Sie taten es bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen.